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Explodierte Pipeline: Chima kämpft mit Fischerbooten gegen die Ölpest

Knapp eine Woche nach der Explosion zweier Ölpipelines in China breitet sich die Verschmutzung weiter aus.

Knapp eine Woche nach der Explosion zweier Ölpipelines in China breitet sich die Verschmutzung weiter aus. Hunderte Fischerboote und andere von der Regierung ins Meer vor der Nordostküste entsandte Schiffe waren am Donnerstag im Einsatz, um den Ölteppich einzudämmen. Laut einem Bericht der Zeitung "Shenyang Evening News" wurde die vom Öl erfasste Fläche dennoch immer größer.

Während die Regierung am Montag eine Fläche von 435 Quadratkilometern genannt hatte, war nach Angaben der Zeitung eine Fläche von 946 Quadratkilometern im Gelben Meer verschmutzt. Das betroffene Gebiet erstrecke sich über 90 Kilometer entlang der Küste.

Die beiden Pipelines des größten staatlichen Ölkonzerns China National Petroleum waren am Freitag vergangener Woche in der Hafenstadt Dalian in der Provinz Liaoning explodiert. Kurz nach der Explosion erklärten die Behörden, 1500 Tonnen Öl seien ins Meer geflossen. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, 400 Tonnen seien bereits entfernt worden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte, den zivilen Helfern und Feuerwehrleuten fehle es an Ausrüstung und Schutzkleidung für die Säuberungsarbeiten. Viele Helfer müssten das Öl mit bloßen Händen abtragen, sagte Zhong Yu, die die Säuberungsarbeiten für Greenpeace beobachtete.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen für die betroffene Region waren bereits sichtbar: Fischerboote fuhren nicht ins Meer hinaus, und auch die sonst mit Touristen gefüllten Strände waren leer. Manche Strände waren offiziell gesperrt.

AFP / AFP
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