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Tod auf 7.200 Meter Höhe: Extrembergsteiger stirbt beim achten Anlauf am Mount Everest

Sieben Mal hatte Nobukazu Kuriki bereits erfolglos versucht, den Mount Everest zu besteigen. Beim achten Mal verlor der Japaner sein Leben in der sogenannten Todeszone.

Der japanische Bergsteiger Nobukazu Kuriki im Oktober 2015 auf einer Pressekonferenz

Der japanische Bergsteiger Nobukazu Kuriki im Oktober 2015 auf einer Pressekonferenz

DPA

Ein bekannter japanischer Bergsteiger ist am Mount Everest gestorben. Der leblose Körper des 36 Jahre alten Nobukazu Kuriki wurde im Camp 3 auf 7200 Metern Höhe gefunden, wie ein Sprecher von Nepals Tourismusministerium mitteilte. Das Camp, das von Kletterern beim Aufstieg genutzt wird, liegt in der Todeszone, wo auch die besten Bergsteiger praktisch nach jedem Schritt anhalten und atmen müssen.

Kurikis Tod wurde auch auf seiner Facebookseite bekanntgegeben, der rund 150.000 Nutzer folgen. Der Japaner hatte bereits sieben Mal zuvor vergeblich versucht, den mit 8848 Metern höchsten Berg der Welt allein und ohne künstlichen Sauerstoff zu besteigen. Reinhold Messner hatte das im Jahr 1980 als Erster geschafft. Bei einem Versuch im Jahr 2012 waren Kuriki neun Fingerkuppen abgefroren.

Es war bereits der dritte Todesfall in der diesjährigen Klettersaison. Jedes Jahr versuchen Hunderte Bergsteiger im April und Mai, den Gipfel des Berges an der Grenze zwischen Nepal und dem von China verwalteten Tibet auf nepalesischer Seite zu bezwingen. Bislang schafften es mehr als 5000 Menschen auf den Gipfel, Hunderte kamen jedoch bei dem Versuch ums Leben.

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