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Fähre überladen: Mindestens 80 Tote nach Schiffsunglück im Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo sind beim Untergang einer Fähre auf dem Fluss Kasai mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff soll deutlich überladen gewesen sein.

Bei einem Schiffsunglück im Westen der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 80 Menschen ertrunken. Das bestätigte der kongolesische Informationsminister Lambert Mende der BBC. Das schwer überladene Schiff war bereits am Mittwoch auf dem Fluss Kasai, einem Nebenfluss des Kongo, bei Niedrigwasser auf eine Sandbank gelaufen und gekentert. Im dem zentralafrikanischen Land kommt es immer wieder zu schweren Bootsunglücken.

Das Schiff war auf dem Weg von Mushi, etwa 30 Kilometer von der Provinzhauptstadt Bandundu entfernt, in die Hauptstadt Kinshasa und hatte Waren und Passagiere an Bord. Die genaue Zahl der Menschen auf dem Schiff war zunächst nicht bekannt. 80 Leichen wurden bisher geborgen, die Behörden rechnen aber mit bis zu 140 Opfern. "Die Menschen hier können nicht schwimmen", sagte ein Polizeisprecher.

Sicherheitsvorkehrungen auf Schiffen mangelhaft

Durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg liegt die Verkehrsinfrastruktur des Landes am Boden. Flugzeug und Schiff sind für viele Kongolesen oftmals das beste Verkehrsmittel in dem zentralafrikanischen Staat. Dieser wird von zahlreichen Wasserläufen durchschnitten, darunter auch von dem mehr als 4000 Kilometer langen Kongo-Fluss. Auf den Seen und Flüssen des Landes kommt es häufig zu Unfällen. Die Boote sind oft überladen und die Wasserwege nur unzureichend ausgebaut. Nur die wenigsten Schiffe sind mit Rettungswesten, Schlauchbooten oder Signallichtern ausgestattet.

APN/Reuters/mre / Reuters
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