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Felssturz in Bayern: Mutter und Sohn kämpfen ums Überleben

Ein tonnenschwerer Felsbrocken hat ein Einfamilienhaus im oberbayerischen Stein a.d. Traun zermalmt. Vater und Tochter sind tot, Mutter und Sohn befinden sich in Lebensgefahr.

Nach dem Sturz tonnenschwerer Felsbrocken auf ein Einfamilienhaus in Stein im oberbayerischen Landkreis Traunstein befinden sich die zwei Überlebenden in Lebensgefahr. Anders als zunächst angenommen könne bei der 40 Jahre alten Mutter und ihrem 16-jährigen Sohn doch noch keine Entwarnung gegeben werden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Dienstag. Demnach erlitt die Frau schwerere Verletzungen als ihr Sohn; über die Art der Verletzungen konnte der Sprecher aber keine Angaben machen.

Am Montagabend war tonnenschweres Felsgestein auf das direkt am Hang gebaute Haus der Familie gefallen und hatte dieses komplett zerstört. Dabei kamen der 45-jährige Familienvater und die 18 Jahre alte Tochter ums Leben. Über die Ursachen gibt es noch keine Erkenntnisse. Der Polizeisprecher sagte, dass kleinere Bröckchen abfallen sei durchaus üblich. Dieser massive Felssturz sei aber ungewöhnlich und habe sich nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei auch nicht angekündigt. Die genaue Ursachenforschung könne noch Wochen dauern.

Bewohner benachbarter Häuser dürfen noch nicht zurück

Die Polizei will auf vorerst unabsehbare Zeit das Gelände um den Unglücksort abgesperrt lassen. Damit können die Bewohner zweier benachbarter Häuser auch zunächst nicht in ihre Gebäude zurückkehren. Zum Zeitpunkt des Felssturzes befand sich niemand in diesen Gebäuden. Wie der Polizeisprecher sagte, soll die Sperrung solange aufrecht erhalten bleiben, bis Geologen Entwarnung geben.

Nach Worten von Andreas von Poschinger, Geologe beim Landesamt für Umwelt, wiegt bereits einer der kleineren Brocken geschätzte 250 Tonnen. Bei dem abgebrochenen Gestein handelt es sich von Poschinger zufolge um eiszeitliche Ablagerungen. Diese werden Nagelfluh genannt und sind etwa 200.000 Jahre alt. Zur Ursache des Gesteinsabsturzes wollte sich der Geologe zunächst nicht äußern. Die Untersuchungen werden nach seinen Angaben noch längere Zeit dauern.

Es wurden Risse im Gestein festgestellt

Am Unglücksort kursierten unterdessen Vermutungen, der Felsabsturz könne mit dem winterlichen Wetter zu tun haben. Es seien unter anderem Risse im Gestein festgestellt worden. Dazu sagte der Geologe allerdings, dies sei bei dieser Gesteinsart durchaus üblich.

Das eingestürzte Haus hatte unmittelbar an dem bewaldeten Felsen gestanden, direkt nebenan befindet sich die Schlossbrauerei Stein. Ihr Gebäude und zwei nebenanstehende Wohnhäuser blieben unbeschädigt.

DPA/AFP/APN / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?