HOME

Flüchtlinge in Australien: Lagerbewohner müssen auf "Freedom"-Müsliriegel verzichten

Ursprünglich sollten an die Asylbewerber in einem Lager in Papua-Neuguinea Müsliriegel verteilt werden. Wegen des Herstellernamens wurde die Aktion aber gestoppt.

Müsliriegel mit dem Namen "Freedom"

Geschmackloser Name: Asylbewerber sollten keine Müsliriegel mit der Aufschrift "Freedom" bekommen, findet die australische Regierung

Was passiert, wenn eingesperrte Asylbewerber Müsli-Riegel mit der Aufschrift "Freedom" (Freiheit) bekommen? Die australische Regierung fand das zu heikel und hat die Auslieferung von Freedom-Müsli-Riegeln in einem Internierungslager verhindert, wie der australische Sender ABC am Freitag berichtete. Die für die Internierungslager zuständige Behörde musste dem Sender auf Antrag interne Dokumente übergeben, die dies belegen, wie ABC berichtete.

"Das Wort Freedom ist heikel für die Lagerbewohner"

"Freedom Foods" ist ein australischer Lebensmittelhersteller für Müsli und Snacks. Die Lieferung im Wert von umgerechnet 20.000 Euro ging an ein Lager auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea. Australien bezahlt das Nachbarland, um mehrere Hundert Asylsuchende zu beherbergen, die Australien von Flüchtlingsbooten gerettet hat. Australien verwehrt ihnen die Einreise.

"Das Wort Freedom ist sehr heikel für die Lagerbewohner" hieß es zur Begründung in einem Dokument. Asylbewerber erhielten schließlich doch einige Riegel, die nicht zurückgeschickt worden waren - allerdings ohne Verpackung.

jka / DPA
Themen in diesem Artikel