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Bei Markus Lanz: Skipper Boris Herrmann über Gretas Atlantik-Trip: "Das ist wirklich ein Wunder"

Nach seiner Rückkehr aus New York sprach Profisegler Boris Herrmann bei ZDF-Talker Markus Lanz über die rund zweiwöchige Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg – und ging dabei auch ausführlich auf die Kritik an der Reise ein.

Greta Thunbergs Skipper Boris Herrmann

Profisegler Boris Herrmann sprach mit Markus Lanz über die Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg

Profisegler Boris Herrmann hat sich in seinem ersten längeren TV-Interview nach der Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg beeindruckt von der Klimaaktivistin gezeigt. Bei ZDF-Talker Markus Lanz beschrieb er, dass die Turbulenzen auf hoher See keine gesundheitlichen Auswirkungen auf die 16-Jährigen hatten. Während die übrige Besatzung – neben dem Skipper selbst und seinem Kollegen Pierre Casiraghi auch Gretas Vater und ein Kameramann – bisweilen mit Seekrankheit zu kämpfen hatte, sei die schwedische Schülerin davon komplett verschont geblieben. "Wir fühlten uns alle mal ein bisschen mulmig und schlecht und Greta sitzt da und lächelt", berichtete der 38-Jährige. "Das ist wirklich ein Wunder." 

Hohe Symbolkraft von Greta Thunbergs Reise

Die Crew war am 14. August im britischen Plymouth in See gestochen und erreichte am 28. August den Hafen von New York, wo Greta Thunberg die UN-Klimakonferenz besuchen wollte. Hintergrund für die ungewöhnliche Form der Anreise war der Wille der Klimaaktivistin, auf Flüge zu verzichten, da dies die klimaschädlichste Art der Fortbewegung ist.

Greta Thunberg (links) auf der "Malizia II"

Kritiker bezeichneten die Atlantiküberquerung mit der Rennyacht "Malizia II" mitunter als Farce, da unter anderem der Rücktransfer der Besatzung nach Europa per Flugzeug erfolgte. Boris Herrmann nahm bei "Markus Lanz" Stellung zu dem Vorwurf. "Greta ist die Umweltaktivistin, wir sind Profisegler. Wir tun uns zusammen, um sie CO2-neutral von Plymouth nach New York zu bringen. Was wir außerhalb der Sache machen, das ist unser Thema. Dafür kann sie nicht beschuldigt werden", erklärte Herrmann und führte einen Vergleich an, den er in New York aufgeschnappt habe: "Wenn ein Veganer ein Taxi nimmt und der Taxifahrer nach Feierabend ein Steak ist, kann man den Veganer dafür nicht beschuldigen." Es gehe Greta Thunberg darum, ein Bewusstsein für klimaschädliches Verhalten zu schaffen. Die Atlantikquerung habe eine hohe Symbolkraft bescheinigten auch andere Gäste der Sendung wie Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert.

Greta Thunberg: Atlantik-Überquerung – So sieht die Öko-Jacht von innen aus

Herrmann persönlich merke jedoch nach dem Trip eine Veränderung in seinem Verhalten: "Wir versuchen weniger zu fliegen, wir kompensieren die Flüge, ich esse auch weniger Fleisch."

Der stern und RTL begleiteten die 15-tägige Überfahrt Thunbergs in einem Logbuch, das sie hier nachlesen können.

Die komplette "Markus Lanz"-Sendung mit Boris Herrmann  können Sie hier in der ZDF-Mediathek sehen.

wue