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130facher Missbrach: Halbherzige Reue, "keinen Willen zur Veränderung" - pädophiler Schwimmlehrer muss lange in Haft

Seine dürre Entschuldigung am Ende des Prozesses half ihm schließlich nichts. Ein Schwimmlehrer muss wegen Kindesmissbrauchs lange in Haft. Der Richter spricht von "eingeschliffenen Verhaltensmustern".

Der Schwimmlehrer hat sich laut Gericht an Mädchen vergriffen

Der Schwimmlehrer hat sich laut Gericht an Mädchen vergriffen

DPA

Schamlos nutzte er seine Vertrauensstellung aus und verging sich mitten im Schwimmunterricht an seinen Schützlingen - wegen schweren Kindesmissbrauchs ist ein Schwimmlehrer zu einer langen Gefängnisstrafe nebst Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts Baden-Baden verhängten zwölf Jahre Haft gegen den 34 Jahre alten Deutschen und blieben damit nur sechs Monate unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Anwesende Eltern umarmten sich und vergossen Tränen der Erleichterung.

Sicherungsverwahrung auch ohne Vorstrafe

Zwar erkannte die Kammer auf etwas weniger als die ursprünglich weit mehr als 180 angeklagten Fälle und sah drei Fälle schweren sexuellen Missbrauchs und 130 Fälle sexuellen Missbrauchs als erwiesen an. Das gesamte Unrecht, das der Angeklagte auf sich geladen habe, sei jedoch enorm, sagte der Vorsitzende Richter. Da es sich um ein eingeschliffenes Verhaltensmuster handele, sei auch die Sicherungsverwahrung angemessen - obwohl der Mann bislang nicht vorbestraft war.

"Die Kinder waren dem Angeklagten im tiefen Wasser vollkommen ausgeliefert", hatte Staatsanwältin Stephanie Bauer in ihrem Plädoyer zuvor gesagt. Der Mann habe das Vertrauen seiner zwischen 4 Jahre und 12 Jahre alten Opfer aufs Schlimmste missbraucht. "Das ist verachtenswert und sittlich auf unterster Stufe anzusiedeln."

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Die Taten an den 37 kleinen Mädchen geschahen im Schwimmbecken und zum Teil in Umkleidekabinen. Der Mann nötigte und verletzte die Kinder, die er grob im Intimbereich berührte und mitunter auch zu vergewaltigen versuchte. Zwei Fünfjährige bedrohte er mit dem Tode, sollten sie ihren Eltern etwas erzählen. Viele der Übergriffe filmte er mit einer Unterwasserkamera. Die Taten wurden zwischen Oktober 2015 und September 2017 begangen worden. Insgesamt waren 46 Zeugen gehört, darunter auch 36 Eltern. Von den missbrauchten Kindern hatte keines vor Gericht aussagen müssen.

Das Urteil verfolgte er ruhig

Mehrere Mütter im Publikum weinten während Bauers Plädoyer, in dem die Staatsanwältin auch auf die Verstörung und die traumatischen Folgen für einige der Kinder einging. Der Mann habe nicht mal ein Mindestmaß an Einsicht gezeigt und die Taten bagatellisiert. "Er agierte planvoll und extrem abgebrüht." Der trotzig und unterwürfig zugleich wirkende Angeklagte hatte wieder eilfertig mitgeschrieben und wenig Regung gezeigt. Das Urteil verfolgte er ruhig und in seinem Stuhl zurückgelehnt.

Am Vormittag entschuldigte er sich mit dürren Worten. "Ich bereue zutiefst die Taten, die ich begangen habe", las er von einem Blatt ab. An seinen Fehlern wolle er arbeiten. Ein Sachverständiger hatte dem Angeklagten im Verlauf des Verfahrens pädophile Neigungen, volle Schuldfähigkeit und wenig Willen zur Veränderung bescheinigt.

Der Verteidiger hatte Mühe

Einen Großteil der sexuellen Gewalt an den Kindern hatte der in der Ukraine geborene Mann nach und nach eingeräumt. Nebenkläger-Anwältin Katrin Behringer zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. "Der Schwimmlehrer darf nie mehr die Möglichkeit haben, sich an Kinder heranzumachen."

Der Verteidiger hatte sichtlich Mühe gehabt, Entlastendes vorzubringen und verlor mehrfach den Faden. Sein Mandant habe keinem Kind wehtun wollen. Außerdem hätten viele Kinder die Übergriffe höchstens als "unangenehm" empfunden. Eltern im Publikum quittierten dies mit fassungslosem Kopfschütteln.

Gleich am zweiten Prozesstag hatte der 34-Jährige den Richtern eine abenteuerliche Geschichte aufgetischt: Er beschuldigte den Chef einer der Schwimmschulen, bei der er angestellt war, ihn erpresst und zu einigen Taten angestiftet zu haben. Die Vorwürfe erwiesen sich schnell als haltlos; die Ermittlungen dazu wurden eingestellt.

nik/DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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