Hurrikan "Dolly" trifft auf Texas


Der Wirbelsturm "Dolly" hat etwas an Stärke verloren und ist nur noch mit Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern auf die Küste von Texas geprallt. Die Behörden befürchten dennoch schwere Überschwemmungen und Dammbrüche.

Mit Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern und sintflutartigem Regen ist der Hurrikan "Dolly" am Mittwoch auf die südliche Küste des US-Bundesstaates Texas getroffen. Fernsehbilder zeigten, wie sich Palmen im Sturm bogen. Reporter berichteten von davonfliegenden Ampeln und Schildern. Mindestens 500 Menschen hätten sich in der Stadt San Benito vor dem Wirbelsturm in einer Schule in Sicherheit gebracht, meldete der lokale Nachrichtensender "News Channel 5".

Auf seinem weiteren Weg landeinwärts schwächte er sich ab. "Dolly" erreichte die Küste des US-Staates bei South Padre Island, im Grenzgebiet zu Mexiko, wie Meteorologen mitteilten. Zuvor hatte der Wirbelsturm weiter an Kraft gewonnen und war auf einen Hurrikan der Kategorie zwei hochgestuft worden. Nach dem Auftreffen auf Land wurde er wieder auf Kategorie eins herabgestuft. Das Unwetter bedroht das dicht besiedelte Tal des Rio Grande, in dem rund zwei Millionen Menschen leben.

Meteorologen erwarteten Regenmengen von bis zu 30 Zentimeter pro Quadratmeter, mancherorts auch mehr. Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November. Der erste Sturm des Jahres 2008 mit dem Namen "Arthur" war bereits am 31. Mai auf die mittelamerikanische Küste getroffen. Bei schweren Überschwemmungen starben dort mehrere Menschen.

Nationalgarde aktiviert

Der texanische Gouverneur Rick Perry verhängte in 14 Landkreisen vorsorglich den Notstand, um schneller Hilfe leisten zu können. Darüber hinaus aktivierte er 1200 Mitglieder der Nationalgarde. In San Antonio für etwaige Evakuierungsmaßnamen 250 Busse bereitgestellt. Etwa 9200 Hauhalte in Texas waren zeitweise ohne Strom. Auch in den angrenzenden Gebieten Mexikos wappneten sich die Bewohner für den herannahenden Hurrikan. Die Behörden bereiteten die Evakuierung von 23.000 Menschen vor. Der Ölkonzern Shell erklärte, von den Bohrinseln im westlichen Golf von Mexiko würden Arbeiter in Sicherheit gebracht.

AP/DPA AP DPA

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