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Hurrikan in Salina Cruz: "Barbara" reißt zwei Menschen in Mexiko in den Tod

An der mexikanischen Pazifikküste fordert der erste Hurrikan der Saison zwei Menschenleben. Begleitet von starken Regenfällen und heftigen Böen zieht "Barbara" über den Süden des Landes hinweg.

Bei heftigen Unwettern im Süden Mexikos sind am Mittwoch mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nahe der Stadt Salina Cruz im Bundesstaat Oaxaca ertrank ein 51-jähriger Surfer aus den USA, wie der örtliche Zivilschutz mitteilte. In der Stadt Pinotepa Nacional sei ein junger Mann von einem Sturzbach mitgerissen worden und dabei ums Leben gekommen.

Kurz zuvor war der Hurrikan "Barbara" im Nachbarstaat Chiapas auf Land getroffen. Die Zivilschutzbehörde des Bundesstaats meldete heftige Regenfälle und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde. Im Landesinneren verlor "Barbara" an Kraft und schwächte sich wieder zu einem tropischen Sturm ab.

Unterdessen prüften die Behörden Berichte über vermisste Fischer in den Gewässern vor der Küste. In mehreren Medien war von zehn bis 14 Männern die Rede, zu denen der Kontakt abgebrochen sei.

400 Menschen von Wassermassen eingeschlossen

In der Ortschaft Cachimbo wurden nach heftigen Regenfällen rund 400 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen, wie die Zeitung "El Universal" unter Berufung auf die Bürgermeisterin der Kreisstadt San Francisco del Mar, Olivia Matus, meldete. Sie habe die Streitkräfte um Hilfe gebeten.

Mehrere Ortschaften an der Pazifikküste waren angesichts des herannahenden Tropensturms geräumt worden. Das Nationale Hurrikan- Zentrum der USA warnte vor heftigen Regenfällen und Erdrutschen. Neben Oaxaca und Chiapas wurden auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Tabasco und Campeche im Süden des Landes die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. In einigen Region blieben die Schulen geschlossen.

"Barbara" ist der erste Hurrikan der aktuellen Saison, die für die Pazifikregion am 15. Mai begonnen hatte. Meteorologen rechnen bis Ende November mit mindestens sieben weiteren Hurrikans in der Region.

ds/DPA / DPA
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