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Religiöse Erscheinung?: Geheimnisvoller Fleck an Toilettenwand in Mali lockt Tausende

Ein Fleck an einer Wand bewegt derzeit im überwiegend muslimischen Mali die Gemüter. Die Verfärbung soll sich immer wieder verändern - und wird deshalb für eine göttliche Erscheinung gehalten.

Weißer Fleck neben einer Toilettentür in Mali

Der Fleck an der Wand ändere sein Aussehen, sagen die Menschen in Mali. Insofern illustriert dieses Foto die Aufregung um den Fleck nur unzureichend.

Tausende Menschen im westafrikanischen Mali glauben derzeit an eine religiöse Erscheinung neben einer Toilettentür. Auf der Wand des traditionell außerhalb des Wohnhauses liegenden Privataborts erscheine ein weißer Fleck, der seit vergangenem Samstag ständig seine Form ändere und zeitweise angeblich wie ein betender Mann ausgesehen habe. Seither bildeten sich vor der Toilettentür der Familie Traoré, die in der Nähe einer Moschee lebt, lange Schlangen, berichteten Augenzeugen am Freitag.

Es ist ein Wunder!

"Wir glauben, dass es sich um eine Vision unseres Propheten handelt", sagte der Muslim Aliou Traoré, der in dem angrenzenden Haus in Bamako lebt. "Es sind sogar Leute aus dem Senegal angereist, um es zu sehen, und auch mehrere malische Minister und Geistliche haben uns besucht." Der Lehrer Aboubakar Diarra rief nach der Besichtigung der Toilettenwand: "Es ist ein Wunder!" Diarra ist sich sicher: "Es ist ein Zeichen Gottes für die Größe unseres Landes."

Traoré erzählte, der Fleck habe zunächst wie ein Betender ausgesehen. Ein Foto davon sei in Bamako auch via Smartphones verbreitet worden. Mittlerweile ähnele die weiße Stelle eher einer stehenden Frau, vielleicht der Jungfrau Maria, hieß es weiter. Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz, um die Menschenmenge unter Kontrolle zu halten.

jk / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?