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Irak: Mehr als 700 Tote bei Massenpanik in Bagdad

Gerüchte über ein drohendes Selbstmordattentat haben bei einer schiitischen Prozession in Bagdad eine Massenpanik mit mehr als 700 Toten ausgelöst. Die Opfer wurden auf einer Tigris-Brücke erdrückt, zu Tode getrampelt oder ertranken im Fluss.

Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwochabend mindestens 719 Tote und 383 Verletzte, überwiegend Frauen, Kinder und alte Menschen. Es war die höchste Opferzahl an einem einzigen Tag seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003. Hunderttausende Gläubige strömten am Mittwochmorgen zur Grabmoschee des Imams Mussa al Kadim, dessen Todestag im Jahre 799 alljährlich begangen wird. Die Lage war äußerst gespannt, weil die Umgebung des Heiligtums kurz zuvor mit Mörsern und Raketen beschossen worden war. Dabei wurden mindestens sieben Menschen getötet und etwa 40 verletzt.

"Alle fingen an zu schreien"

Amerikanische Kampfhubschrauber feuerten auf die Angreifer, wie die US-Streitkräfte mitteilten. Nach Medienberichten nahmen rund eine Million Menschen an dem Pilgerfest teil. Auf der knapp zwei Kilometer von der Grabmoschee entfernten Tigris-Brücke staute sich die Menge infolge einer Straßensperre. Diese war zwischen dem schiitischen Stadtviertel Kasamija und dem sunnitischen Asamija beiderseits des Flusses errichtet worden, um Extremisten voneinander fern zu halten. Dann verbreitete "ein Terrorist das Gerücht, dass ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengstoffgürtel gesichtet worden sei", wie Innenminister Bain Dschabr dem Fernsehsender Irakija sagte.

Der Augenzeuge Fadhel Ali berichtete, wie auf der Brücke Panik ausbrach: "Alle fingen an zu schreien. Da sprang ich von der Brücke in den Fluss, schwamm und erreichte das Ufer. Ich sah, wie nach mir Frauen, Kinder und alte Männer ins Wasser fielen." In ersten Berichten hatte es geheißen, das Brückengeländer sei weggebrochen. Auf Fernsehbildern war später jedoch zu sehen, dass es intakt geblieben war. Auf der zweispurigen Brücke lagen am Nachmittag hunderte Sandalen, die die Menschen während der Massenpanik verloren hatten. Vom Ufer des zehn Meter tiefer liegenden Tigris stiegen hunderte Männer in die Schlammfluten und suchten verzweifelt nach Angehörigen. Dutzende Tote wurden später im Zufahrtsbereich eines Krankenhauses aufgebahrt, weil die Leichenhalle im Nu überfüllt war. Schluchzende Angehörige liefen zwischen den Leichen hin und her und versuchten, Familienmitglieder zu identifizieren. Wenn sie sie fanden, brachen sie häufig schreiend zusammen.

Kondolenzschreiben von Schröder

Der irakische Ministerpräsident Ibrahim al Dschaafari, selbst ein Schiit, ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Bundeskanzler Gerhard Schröder richtete ein Kondolenzschreiben an Al Dschaafari. "Ich darf Sie bitten, den Angehörigen der Opfer mein aufrichtiges Beileid sowie den Verletzten meine besten Genesungswünsche zu übermitteln", schrieb der Kanzler. Auch der Schweizer Bundespräsident Samuel Schmid kondolierte. In der Vergangenheit wurden schiitische Feste im Irak mehrfach von sunnitischen Extremisten angegriffen. Der bislang schwerste Zwischenfall ereignete sich am 2. März 2004: Bei Bombenanschlägen auf schiitische Moscheen in Kerbela und Bagdad kamen an einem Tag mindestens 181 Menschen ums Leben. Nach der Katastrophe vom Mittwoch sagte der führende sunnitische Geistliche Haith al Dhari dem Fernsehsender Al Dschasira, der Irak sei von einer weitere Tragödie heimgesucht worden. Er spreche allen davon Betroffenen sein Mitgefühl aus.

Qassim Abdul-Zahra/AP

Sebastian Alison/Reuters / Reuters
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18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus