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Kanada Mehr als 750 weitere Gräber auf dem Gelände eines ehemaligen Internats entdeckt

Sehen Sie im Video: Mehr als 750 Gräber auf Gelände von ehemaligem katholischen Internat entdeckt.




Ein weiterer grausamer Fund auf dem Gelände eines ehemaligen Internats für indigene Kinder in Kanada. Über 750 unmarkierte Gräber wurden am Donnerstag in der kanadischen Provinz Saskatchewan entdeckt. In einer Erklärung schrieb Premierminister Justin Trudeau, dass er "furchtbar traurig" sei und er sagte den indigenen Völkern: "Kanada trägt die Verantwortung für den Schmerz und das Trauma, das sie fühlen." Der Häuptling der Cowessess First Nation, Cadmus Delorme, sagte, es sei unklar, wie viele der gefundenen Überreste zu indigenen Kindern gehören. "Aber es gibt mündliche Überlieferungen, dass sich auch Erwachsene in dieser Grabstätte befinden, denn es war die römisch-katholische Kirche, die diese Grabstätte beaufsichtigt hat. Einige von ihnen könnten aus der Kirche und aus den umliegenden Orten stammen und ebenfalls hier begraben worden sein." Das kanadische Internatssystem, das zwischen 1831 und 1996 in Betrieb war, trennte etwa 150.000 indigene Kinder gewaltsam von ihren Familien. In den meisten katholischen Internatsschulen, die im Auftrag der Bundesregierung betrieben wurden, waren die Kinder unter anderem oft körperlichem und sexuellem Missbrauch ausgesetzt. Die Entdeckung der Cowessess First Nation kommt einen Monat nach der Entdeckung von 215 unmarkierten Gräbern in der Kamloops Indian Residential School in British Columbia.
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Rund 750 unmarkierte Gräber wurden in der kanadischen Provinz Saskatchewan entdeckt. Einen Monat nach der Entdeckung von 215 unmarkierten Gräbern in der Kamloops Indian Residential School in British Columbia, dürfte es sich ebenfalls um die von toten indigenen Kindern handeln.

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