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Kanada Überreste von Hunderten Kindern gefunden

Sehen Sie im Video: Sterbliche Überreste indigener Kinder in früherer Internats-Schule entdeckt.




Behörden in Kanada haben auf dem Gelände einer ehemaligen Internatsschule für indigene Schüler die Überreste von 215 Kindern freigelegt, die jüngsten sollten keine drei Jahre alt gewesen sein. Premierminister Trudeau sprach am Freitag von einer erschütternden Entdeckung. Die Schule in British Columbia war 1978 geschlossen worden. Die Überreste wurden mit Hilfe eines Bodenradars ausfindig gemacht. 2015 war eine Untersuchung eines heute nicht mehr existierenden Internatssystems zu dem Schluß gekommen, dass es sich um "kulturellen Völkermord" gehandelt habe. Systematisch waren indigene Kinder von ihren Familien getrennt worden. Der Bericht dokumentierte körperliche Misshandlungen, Vergewaltigungen oder Unterernährung. 150.000 Kinder besuchten die Schulen, die in der Regel von christlichen Kirchen zwischen den 1840er bis in die 1990er Jahre betrieben wurden. Mehr als 4.100 Kinder seien zu Tode gekommen, während sie die Schulen besuchten. Im Jahr 2008 entschuldigte sich die kanadische Regierung für das System. In einem Tweet am Freitag nannte Trudeau die Entdeckung der Körper eine "schmerzhafte Erinnerung an dieses dunkle und beschämende Kapitel der Geschichte des Landes."
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Auf dem Gelände einer ehemaligen Internatsschule für indigene Schüler in Kanada wurden die Überreste von 215 Kindern freigelegt. Sie sind nicht die einzigen Opfer eines kulturellen Völkermords auf kanadischem Boden.

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