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Kanada: Schiffe mit Hunderten Menschen im Eis eingefroren

Der ungewöhnlich kalte Winter im Osten Kanadas ist zwei Schiffen zum Verhängnis geworden. Die "CTMA Vacancier" und die "Georges-Alexandre-Lebel" wurden mit mehreren Hundert Menschen an Bord von mächtigen Eisschollen eingeschlossen. Ein Eisbrecher versuchte zu helfen - bislang ohne Erfolg.

Im Sankt-Lorenz-Strom im Osten Kanadas stecken zwei Schiffe mit Hunderten von Menschen im Eis fest. Nach kanadischen Medienangaben ist es einem Eisbrecher bisher nicht gelungen, eine Fahrrinne frei zu machen. Die "Terry Fox" habe versucht, der Fähre "CTMA Vacancier" zu helfen, aber das habe zunächst nicht geklappt. Der Eisbrecher selbst habe bereits fünfmal festgehangen.

Allein an Bord der 120 Meter langen "CTMA Vacancier" befinden sich etwa 300 Menschen. Auch die "Georges-Alexandre-Lebel" der Gesellschaft Cogéma stecke im Eis vor Matane fest. Der Generaldirektor der Cogéma, André Landry, sagte der französischsprachigen Zeitung "Le Soleil", seit langem habe es ein so dickes Eis so früh im Jahr nicht mehr gegeben. Das sei eigentlich eher im Februar und im März zu beobachten.

Der Winter ist in diesem Jahr im Osten Kanada besonders kalt und schneereich. In den vergangenen Tagen lagen die Temperaturen bei minus 20 Grad. Seit dem Wochenende versperre eine etwa fünf Quadratkilometer große Eisfläche den Zugang zum Hafen von Matane, schrieb "Le Soleil" weiter. Der Sankt-Lorenz-Strom verbindet die Großen Seen mit dem Atlantik.

DPA/AFP / DPA
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