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Katastrophengebiet: Der Weg der Killerwellen

Erst die indonesische Insel Sumatra, dann Thailand, Sri Lanka, Indien und schließlich das Horn von Afrika - wie sich die Todeswelle ausgebreitet hat.

So schnell wie ein Düsenflugzeug raste die Welle nach dem Beben vor der indonesischen Küste über den Indischen Ozean, nach zwei Stunden türmte sich die Wasserwand vor Sri Lanka auf. Während der Tsunami durch die See rollte, war er vom Flugzeug aus kaum zu erkennen, die Wellenkämme waren flach, und zwischen ihnen lagen bis zu 150 Kilometer ruhige See. Nach mehr als sechs Stunden bäumte sich dann das Meer vor Somalia auf.

Ruckartig hatte sich am 26. Dezember die 80 Kilometer dicke Indische Erdplatte um 15 Meter nach vorn gewuchtet. Auf einer Länge von 1200 Kilometern wölbte sie sich und brach. Mit einer Energie, die ausreichen würde, die USA ein Jahr lang mit Strom zu versorgen, wurde das Meer nach oben gedrückt, und ein Tsunami breitete sich nach allen Seiten aus.

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Dusko Vukovic / print
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