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Öffentliche Kunst: Aus der Ferne leuchtet der Mittelfinger: Einmalige Rache-Aktion eines Mannes an den Behörden

Ein gigantischer, mit Scheinwerfern angestrahlter und aus Holz geschnitzter Mittelfinger begrüßt die Menschen am Ortseingang einer Kleinstadt in Vermont. Ein Anwohner wollte mit der Skulptur ein Zeichen gegen die Arbeitsweise der örtlichen Behörden setzen. Die Geschichte eines unmissverständlichen "Fuck you". 

Die zwei Meter große, massive Hand thront auf einer fast fünf Meter hohen Plattform. Von allen Seiten wird sie Tag und Nacht angestrahlt, damit sie rund um die Uhr gut sichtbar ist. Und die Hand hat eine eindeutige sowie schlichte Botschaft: Mittelfinger hoch.

 

Diese unmissverständliche Geste richtet sich gegen die Stadtbehörden der Ortschaft Westford im US-Bundesstaat Vermont. Errichtet hat sie Ted Pelkey. Die Motivation hinter seiner eigenwilligen Kunstinstallation ist Wut: Seit bereits einem Jahrzehnt versucht der 54-Jährige die Erlaubnis der Stadt einzuholen, auf seinem eigenen Grundstück bauen zu dürfen. Wieder und wieder ohne Erfolg. 

Als er eines Abends nach ein paar Drinks (zwei Long Island Ice Teas, wie sich Pelkey im Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender"CNN" erinnert) mit seiner Frau in einer Bar saß, packte ihn der Gedanke, sich für die Jahre der Zurückweisung durch die Stadt zu rächen. Mit einem monumentalen "Fuck You" gegen die zuständigen Behörden, denen dieser zweifelhafte Gruß am Ortseingang gilt.

Pelkeys Mittelfinger ist nicht zu verfehlen

Autofahrer, die in die Kleinstadt Westford einfahren, können den Mittelfinger nicht verpassen: "Wenn ich mich auf die Straße stellen und meine Wut hinausschreien würde, würde mir niemand zuhören", erklärt Pelkey bei "CNN". Der Mittelfinger sei viel aussagekräftiger – und kommt dabei ohne Worte aus. Und die Behörden? Haben kein Statement abgegeben. Fest steht jedoch, dass sie nicht gegen seinen "Mittelfinger-Gruß" aktiv werden können, denn die Skulptur wird als "public art", also öffentliche Kunst eingestuft. Als Pelkey davon erfuhr, sei ihm "wirklich warm ums Herz" geworden, wie er "CNN"-Reporterin Jeanne Moos im Interview erzählte. 

Pelkey hat sich seine Rache einiges kosten lassen: 4000 Dollar soll er für das Monument seines Missmuts ausgegeben haben. 

Quellen: "CNN", "Merkur", Twitter 

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