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Marrakesch: 18 Menschen sterben nach heftiger Explosion

Bei einer heftigen Explosion in einem Kaffeehaus sind am Donnerstag in der marokkanischen Stadt Marrakesch mindestens 18 Menschen getötet worden. Die Detonation ereignete sich in dem Café "Argana"auf dem Hauptplatz Jamaa el-Fna, einem beliebten Touristenziel.

Bei einer Explosion in einem Touristencafé in der marokkanischen Stadt Marrakesch sind am Donnerstag mindestens 18 Menschen getötet und 20 verletzt worden. Unter den Todesopfern seien 14 Tote "unterschiedlicher Nationalitäten" gab das Innenministerium an. Die Behörden gehen von einem Anschlag aus.

Die Explosion ereignete sich im Café Argana auf dem mittelalterlichen Marktplatz Dschemaa el Fna, der eine der Hauptattraktionen für Touristen in Marrakesch ist. 20 weitere Menschen hätten durch die Explosion Verletzungen erlitten, teilten die Behörden mit. Unter den Opfern seien "mehrere Touristen", sagte ein Vertreter der Präfektur von Marrakesch. Er ließ dabei aber offen, ob sie unter den Toten oder Verletzten seien. Das Auswärtige Amt konnte zunächst nicht sagen, ob es Deutsche unter den Opfern gibt. Dies werde derzeit geprüft, sagte eine Sprecherin in Berlin.

Das Café Argana ist bei Touristen beliebt, weil sie aus der ersten Etage den Dschemaa el Fna-Platz überblicken können. "Die gesamte erste Etage des Cafés Argana wurde durch diese Explosion beschädigt", sagte ein Augenzeuge. "Die Explosion fand in der Küche statt, wo es Gasflaschen gibt."

Größere Terroranschläge hatte es in Marokko zuletzt im Mai 2003 in der Wirtschaftsmetropole Casablanca gegeben. Damals starben bei Attentaten auf westliche und jüdische Einrichtungen 45 Menschen, darunter 12 Selbstmord-Attentäter.

Seit Februar sind in Marokko Tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um demokratische Reformen zu fordern. Von politischen Unruhen wie in anderen nordafrikanischen Staaten ist das Land aber bislang weitgehend verschont geblieben.

AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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