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Schneesturm im Himalaya Zehn Deutsche nach fünf Tagen gerettet


Nach dem Schneesturm im Himalaya hatten die Rettungskräfte kaum noch Hoffnung Lebende zu bergen. Fünf Tage nach dem Unglück, ist es nun gelungen unter anderem zehn Deutsche lebend zu bergen.

Fünf Tage nach dem verheerenden Schneesturm in Nepal sind zehn Deutsche in Sicherheit gebracht worden. Das sagte Polizeisprecher Pradeep Bhattarai. Außerdem seien im Laufe des Tages 17 Nepalesen, fünf Schweden und zwei Australier gerettet worden. Die nepalesischen Behörden bilanzierten nunmehr, dass 483 Bergwanderer gerettet wurden, davon 292 Ausländer. Nachweislich ums Leben gekommen sind demnach 40 Menschen.

Die geretteten Trekker seien mit Hubschraubern aus den Gebieten Mustang, Manang und Dolpa ausgeflogen worden, sagte der Polizeisprecher. Über den Grad ihrer Verletzungen und ihren sonstigen Zustand teilte er nichts mit. Weiterhin wurden zwölf Leichen - darunter mindestens neun Nepalesen - geborgen. Tags zuvor hatte Nepals Verband der Trekkingagenturen mitgeteilt, dass die Leichen von neun Nepalesen und zwei japanischen Wanderern gefunden worden waren. Es ist das schlimmste Trekking-Unglück in der Geschichte des Himalaya-Staats, für den der Bergtourismus eine wichtige Einnahmequelle ist.

Wetter normalerweise stabil

Der Rundweg um das 8091 Meter hohe Annapurna-Massiv zieht jedes Jahr tausende Wanderer im Oktober an, wenn das Wetter normalerweise stabil ist. Am Dienstag brach jedoch unerwartet ein Schneesturm über die Region herein. Ein Ausläufer des Zyklons "Hudhud", der bereits in Indien schwere Verwüstungen hinterlassen hatte, brachte schwere Schneefälle über die Region. Mehrere Wanderergruppen wurden auf dem Weg, der bis auf 5416 Meter geht, von Lawinen überrascht. Neben ausländischen Wanderern kamen mehrere einheimische Träger, Bergführer sowie drei Yak-Hirten ums Leben.

Mehrere Armeehubschrauber waren am Wochenende im Einsatz, um nach weiteren Opfern zu suchen. Die Behörden flogen zudem ein Expertenteam aus Kathmandu ein, um bei der Suche zu helfen. Das Unglück führte den nepalesischen Regierungschef Sushil Koirala dazu, den Aufbau eines landesweiten Warnsystems anzukündigen. Der Bergtourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für den wirtschaftlich schwach entwickelten Himalaya-Staat.

Im April waren bei einem der schwersten Unglücke der letzten Jahre am Mount Everest 16 Bergführer durch eine Lawine getötet worden. Daraufhin waren alle Expeditionen auf den höchsten Berg der Welt ausgesetzt worden.

yps/AFP AFP

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