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US-Bundesstaat Nebraska: Farmer amputiert nach verhängnisvollem Arbeitsunfall eigenes Bein mit Taschenmesser

Ein Farmer aus Nebraska ist womöglich dem Tod entgangen, indem er sein eigenes Bein amputierte. In einem Interview berichtete der 63-Jährige von seinem tragischen Arbeitsunfall.

Nebraska: Farmer amputiert nach verhängnisvollem Arbeitsunfall eigenes Bein mit Taschenmesser

Maschinen helfen bei der Maisernte (Symbolbild)

Picture Alliance

"Ich tat das, was ich glaubte, tun zu müssen", sagte Kurt Kaser, "und es hat funktioniert." Der Farmer aus dem US-Bundesstaat Nebraska ist womöglich einem qualvollen Tod entgangen, weil er "das" getan hat: Er amputierte sein eigenes Bein mit einem Taschenmesser. 

Der 63-Jährige entlud Getreide auf seiner Farm, wie Kaser dem US-Sender NBC News nach dem Unfall schilderte. Dabei geriet er mit einem Fuß offenbar in eine Förderschnecke (das Gerät wird von NBC News nicht näher benannt): Die Maschine befördert Getreide mittels einer rotierenden Schraube in höher gelegene Lagerbehältnisse. Die schwere Maschine habe Kaser immer weiter in den Trichter gezogen. "Ich war mir sicher, dass ich ohnmächtig werde", sagte er NBC News, "aber irgendetwas sagte mir, dass ich durchhalten muss." Andernfalls hätte der Vorfall womöglich tödlich enden können: Er sei allein gewesen, seine Familie noch stundenlang unterwegs, Hilfe nicht in Sicht – während die Maschine sein Bein immer weiter zerfleischt habe. Rund fünf Minuten habe die Tortur gedauert.

"Ich konnte fühlen, wie ich Nerven durchtrennte"

Nach einem gescheiterten Befreiungsversuch habe Kaser zu einem Taschenmesser gegriffen, dass er bei sich getragen habe – und sein eigenes Bein amputiert. "Ich konnte fühlen, wie ich Nerven durchtrennte", zitierte ihn NBC News. "Schließlich konnte ich mich lösen und zu meinem Haus kriechen." Dort angekommen habe der Vater von drei Kindern umgehend den Notruf gewählt und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach einer Woche im Krankenhaus und zwei Wochen Reha in einer entsprechenden Klinik sei er am Freitag entlassen worden.

Obwohl ihm nun der untere Teil seines linken Beines fehlt, bleibt Kaser optimistisch: "Ich habe andere Leute im Krankenhaus angesehen und ich habe immer noch einen Großteil meines Beins", sagte er NBC News. "Es gibt dort eine Menge Leute, die im Rollstuhl sitzen und nie wieder laufen können. Daran musst du denken." Er hoffe, mit einer Prothese wieder laufen zu können – entsprechende Gespräche würde er derzeit mit seinen Ärzten führen. "Ich möchte wieder unterwegs sein und ich weiß, das werde ich."

Quelle: NBC News

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fs
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