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News von heute Eine Woche nach Erdbeben in Haiti: 24 Überlebende gerettet, darunter vier Kinder

Ein Helikopter bringt Verletzte des Erdbebens in Haiti aus dem Süden des Landes zur Behandlung in die Hauptstadt Port-au-Prince
Ein Helikopter bringt Verletzte des Erdbebens in Haiti aus dem Süden des Landes zur Behandlung in die Hauptstadt Port-au-Prince
© Valerie Baeriswyl / AFP
Die News von Montag, 23. August, im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

19.24 Uhr: Großes Fischsterben in Europas größter Salzwasser-Lagune

Umweltkatastrophe in Europas größter Salzwasser-Lagune: Im Mar Menor (dem "Kleinen Meer") im Südosten Spaniens wurden binnen sieben Tagen bereits rund 4,5 Tonnen verendete Fische und Krebse aus dem Wasser geholt, wie die Zeitung "ABC" und andere Medien unter Berufung auf die Regierung der Region Murcia berichteten. Das Massensterben wird von Behörden und Umweltschützern auf Sauerstoffmangel zurückgeführt, der von den hohen Temperaturen und auch von Verschmutzung verursacht werde.

18.47 Uhr: USA wollen Evakuierungen in Kabul bis Ende August abschließen

Das US-Verteidigungsministerium plant weiterhin einen Abzug aller amerikanischen Truppen vom Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul bis Ende August. Ziel sei, den Evakuierungseinsatz bis zu dieser Frist abzuschließen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby in Washington. Darauf seien derzeit alle Kräfte konzentriert. Zu der Ankündigung der Taliban, sie würden einer potenziellen Verlängerung der Evakuierungsmission westlicher Staaten aus Afghanistan keinesfalls zustimmen, sagte Kirby, man habe die öffentlichen Äußerungen der Taliban gesehen und sei sich bewusst, dass dies ihr Wunsch sei.

18.13 Uhr: Impfgegner stürmen britischen TV-Nachrichtensender ITN

Dutzende Impfgegner haben in London die Zentrale des britischen Nachrichtenproduzenten ITN gestürmt. Auf Twitter-Videos war zu sehen, wie eine große Menschengruppe im Foyer der Produktionsfirma Parolen gegen Impfungen und Corona-Maßnahmen skandierte. Ein Nachrichtensprecher, der das Gebäude betrat, wurde mit  wüsten Beschimpfungen belegt. Teilweise war auch Gerangel mit Polizisten zu sehen, die versuchten, die Menschen von einem weiteren Eindringen in die Redaktionsräume abzuhalten. ITN produziert die Nachrichtenprogramme der britischen Sender ITV, Channel 4 und Channel 5. "Die Beschimpfung von Journalisten für ihre Berichterstattung ist eine beunruhigende Entwicklung, die ITN aufmerksam verfolgt hat und seine Mitarbeiter aktiv dazu aufgefordert hat, Vorkehrungen zu treffen, um Schaden zu vermeiden", sagte ein ITN-Sprecher.

17.05 Uhr: Französische Soldaten sichern Evakuierung von Mitarbeitern der EU-Kommission aus Kabul

Französische Spezialkräfte haben mit US-Unterstützung 260 Mitarbeiter der EU-Kommission in Kabul auf das dortige Flughafengelände gebracht. Das teilte der französische Botschafter David Martinon auf Twitter mit. Seinen Angaben zufolge wartete die Gruppe am Nachmittag im Bereich der auf den Flughafen verlegten französischen Botschaft auf ihren Abflug. Frankreich hat nach Angaben des Außenministeriums inzwischen über 1000 Afghanen, rund 100 Franzosen und über 40 Angehörige anderer Staaten aus Kabul ausgeflogen. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sowie Verteidigungsministerin Florence Parly besuchten am Montag den Militärflughafen bei Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten, über den die Luftbrücke für die Evakuierungen aus Kabul abgewickelt wird.

17.02 Uhr: Mehrere Menschen in Uni Darmstadt vergiftet

An der Technischen Universität in Darmstadt haben sich offenbar mehrere Menschen vergiftet. Wie die Polizei in der südhessischen Stadt mitteilte, traten bei sieben Personen "schwere gesundheitliche Probleme bis hin zu Vergiftungserscheinungen" auf, nachdem sie in einem Gebäude der Hochschule am Standort etwas gegessen oder getrunken hatten. Die Polizei startete einen Großeinsatz, die Ermittlungen sind in vollem Gange. Die Beamten warnten weitere potenzielle Betroffene vor Unwohlsein und "bläulichen Verfärbungen der Extremitäten". Bei Auftreten derartiger Symptome solle sofort ein Notarzt gerufen werden. Aber auch Menschen, die am Montag in dem Universitätsgebäude L201 etwas gegessen oder getrunken hätten, sollten einen Arzt aufsuchen. Nach Angaben der Ermittler hatten die Betroffenen verschiedene Lebensmittel und Getränke in dem Gebäude L201 zu sich genommen. Weitere Einzelheiten sind noch unbekannt.

17.01 Uhr: Weniger Stromausfälle in Deutschland

Stromausfälle in Deutschland haben nach Angaben der Bundesnetzagentur weiter abgenommen. 2020 bekam jeder Haushalt und jedes Unternehmen im Schnitt rund 10,73 Minuten lang keinen Strom, wie die Agentur in Bonn mitteilte. Bundesweit war die Dauer der sogenannten Versorgungsunterbrechungen damit um 1,47 Minuten kürzer als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Wert seit der ersten Veröffentlichung der Zahlen durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2006. Damals summierten sich die Stromunterbrechungen im Schnitt auf etwa 21,53 Minuten. Am längsten waren die Menschen 2020 in Rheinland-Pfalz ohne Strom - hier lag der Wert bei rund 19,5 Minuten. Am kürzesten waren die Versorgungsunterbrechungen mit etwa 8,3 Minuten in Mecklenburg-Vorpommern.

16.59 Uhr: Eine Woche nach Erdbeben in Haiti: 24 Überlebende gerettet

Gut eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti mit mehr als 2200 Toten sind 24 Überlebende gerettet worden. Darunter waren vier Kinder, wie die Zivilschutzbehörde des Karibikstaates mitteilte. Ein Rettungsteam erreichte die als vermisst gemeldeten Menschen demnach am Sonntag am Berg Pic Macaya. Sie seien per Hubschrauber zur Behandlung in die nahe gelegene Gemeinde Camp-Perrin ausgeflogen worden. Ihnen seien Lebensmittel und Hygienekits gegeben worden. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Das Beben der Stärke 7,2 hatte sich am 14. August im Südwesten des Karibikstaates in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet. Mindestens 2207 Menschen starben nach Angaben des Zivilschutzes, gut 12.000 wurden verletzt und mehr als 300 galten zuletzt noch als vermisst. Rund 130 000 Häuser wurden demnach beschädigt oder zerstört. Laut UN-Kinderhilfswerk Unicef waren 1,2 Millionen Menschen von dem Erdstoß betroffen.

16.49 Uhr: Vereinzelt abgeschobene Afghanen mit Evakuierungsflügen wieder eingereist

In Einzelfällen sind auch Afghanen über Evakuierungsflüge zurück nach Deutschland gekommen, die zuvor hierzulande schwere Straftaten verübt hatten und abgeschoben worden waren. Bei einer "niedrigen einstelligen Zahl" habe man bei der Einreise festgestellt, dass sie hier bei der Polizei auffällig geworden seien, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Bis zum Morgen seien insgesamt 1869 afghanische Staatsbürger nach Deutschland gebracht worden, sagte der Sprecher. Um lokale Mitarbeiter der Bundeswehr oder ausländischer Hilfsorganisationen angesichts des rasanten Vormarsches der Taliban schnell außer Landes zu bringen, dürfen mit Evakuierungsflügen auch Menschen nach Deutschland einreisen, die nicht zuvor ein Visum erhalten haben. Die dabei übliche Sicherheitsüberprüfung findet dann erst bei der Einreise statt. Es sei "kein völlig neues Szenario", dass Menschen nach Deutschland kämen, die zuvor abgeschoben worden seien, sagte der Sprecher des Innenministeriums. Abschiebungen in das Krisenland hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vor Kurzem bis auf Weiteres ausgesetzt.

16.06 Uhr: ADAC warnt vor Staus an kommendem Wochenende

Angesichts des nahenden Ferienendes in etlichen Bundesländern warnt der ADAC für das kommende Wochenende wieder vor vollen Fernstraßen. Betroffen seien diesmal vor allem die Fahrtrichtungen für den Rückreiseverkehr, wie der Automobilklub in München mitteilte. In die Gegenrichtung sehe es hingegen deutlich entspannter aus. Bei schönem Wetter sei aber auch auf den Strecken in Urlaubsgebiete mit Staus durch Ausflügler zu rechnen – etwa in den Bergregionen.

15.48 Uhr: Corona-Impfstoff von Biontech erhält in USA vollständige Zulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Mittel des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer als erstem Corona-Impfstoff in den USA die vollständige Zulassung erteilt. Sie gelte für Menschen ab 16 Jahren, teilte die FDA mit und nannte die Entscheidung einen "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie. Die Notfallzulassung für Personen ab zwölf Jahren bleibe weiterhin bestehen.

Der Impfstoff ist in den USA seit Dezember mit einer Notfallzulassung im Einsatz, im Mai hatten Biontech und Pfizer die vollständige Zulassung beantragt. Dafür musste die FDA, die ein beschleunigtes Verfahren nutzte, etwa zehnmal so viele Daten prüfen wie für die Notfallzulassung - darunter viele, die aus dem massenhaften Einsatz des Impfstoffs im Land in den vergangenen Monaten gewonnen wurden.

15.46 Uhr: Erneut großer Brand in der Nähe von Athen – Ortschaften evakuiert

Griechische und rumänische Feuerwehrleute haben am Montag erneut gegen einen unkontrollierten Wald- und Buschbrand 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Athen gekämpft. Sechs Hubschrauber und fünf Löschflugzeug sowie zahlreiche Löschzüge und Rettungskräfte am Boden waren im Einsatz. Vom Zivilschutz wurde die Evakuierung mehrerer Ortschaften angeordnet, darunter die des Ortes Vilia, der vergangene Woche bereits von Feuer bedroht war. Laut Medienberichten brannten dort bereits erste Häuser. Der griechischen Feuerwehr zufolge sind von Sonntag bis Montag binnen 24 Stunden landesweit 34 Waldbrände ausgebrochen, die aber großteils unter Kontrolle gebracht werden konnten. In vielen Regionen trieb starker Wind die Flammen an.

15.27 Uhr: Sonne und herbstliches Wetter nach überdurchschnittlich viel Regen

Nachdem Tief Manfred zu Beginn der Woche vor allem im Osten des Landes für überdurchschnittlich viel Regen gesorgt hat, lässt sich am Dienstag die Sonne in einigen Teilen Deutschlands blicken. Bei Höchstwerten von bis zu 24 Grad bleibt es "freundlich mit häufigem Sonnenschein oder nur lockeren Quellwolken und trocken", wie wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Nur im Südosten sei weiterhin mit Wolken und Regenschauern zu rechnen. Ab Mittwoch soll es dann im Norden regnen, während es in der Mitte und im Süden des Landes größtenteils trocken bleibt. 

15.10 Uhr: Bund gibt Ländern 200 Millionen für Luftreiniger in Schulen und Kitas

Die Bundesregierung unterstützt die Länder mit 200 Millionen Euro bei der Beschaffung von mobilen Luftreinigern für Schulen und Kitas. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, haben sich Bund und Länder jetzt auf eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung verständigt. Grundsätzlich beschlossen war die Hilfe bereits Mitte Juli. Profitieren sollen davon besonders Einrichtungen mit Kindern unter zwölf Jahren, für die es derzeit keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Bei Kinderbetreuung und Unterricht solle der bestmögliche Infektionsschutz erreicht werden, hieß es.

14.46 Uhr: Polen errichtet Zaun an Grenze zu Belarus wegen Migrantenandrang

Wegen vieler illegal über Belarus einreisender Migranten errichtet Polen einen 2,50 Meter hohen Zaun an der Grenze zum östlichen Nachbarn. Zudem sollen mehr Soldaten den Grenzschutz verstärken, schrieb Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak auf Twitter. Derzeit sind an der 418 Kilometer langen Grenze zu Belarus bereits 900 Soldaten im Einsatz. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen. Seitdem hatte vor allem Litauen mit einem Andrang von Migranten aus dem Nahen Osten über die Grenze zu Belarus zu kämpfen, zuletzt nahm auch der Druck auf Polen zu. Lukaschenko warf den Polen vor, sie hätten einen Konflikt an der Grenze angezettelt und die Staatsgrenze von Belarus verletzt. "Die Polen haben auf polnischem Gebiet 50 Leute eingefangen, die (...) nach Deutschland wollten, wohin Mutter Merkel sie gerufen hatte", sagte er laut Agentur Belta. Einen entsprechenden Aufruf gibt es von Seiten der Bundesregierung nicht.

News von heute: Eine Woche nach Erdbeben in Haiti: 24 Überlebende gerettet, darunter vier Kinder

14.21 Uhr: Zahl der Flutopfer in NRW erhöht sich auf 49

Die Zahl der Todesopfer der Flutkatastrophe hat sich in Nordrhein-Westfalen auf 49 erhöht. Ein 79-jähriger Kölner, der lange im Krankenhaus gelegen hatte, ist am vergangenen Donnerstag seinen Verletzungen erlegen. Er sei das 49. Todesopfer, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf auf dpa-Anfrage. Der Autofahrer war am 15. Juli mit seinem Wagen in einem abgesperrten Bereich auf der Autobahn 1 bei Kierdorf (Rhein-Erft-Kreis) in eine durch die Flut aufgerissene Fahrbahnabsenkung gestürzt. Die Rettung dauerte mehrere Stunden, weil der Mann in seinem Auto eingeklemmt war. Der Senior war bei dem Unfall schwer verletzt worden.

14.12 Uhr: Ukraine sperrt mehrere russische Online-Medien

Die Ukraine hat im Rahmen neuer Sanktionen gegen Russland die Webseiten mehrerer bekannter russischer Medien gesperrt. Von dem am Sonntag veröffentlichten Dekret von Präsident Wolodymyr Selenskyj betroffen sind rund ein Dutzend russischer Medienorganisationen, darunter die inzwischen von Kreml-Getreuen kontrollierte Wirtschaftszeitung "Wedomosti", die Boulevardzeitung "Moskowski Komsomolez" sowie mehrere Websites, die mit prorussischen Separatisten in der Ostukraine in Verbindung stehen. Neben der Sperrung verfügte Selenskyj auch, dass die örtlichen Konten der betroffenen Medien gesperrt werden. Der Kreml reagierte scharf auf die Maßnahme: Die Ukraine sei auf bestem Wege, die "Meinungsfreiheit zu ersticken" und "unerwünschte und unbequeme" Informationen zu unterbinden, hieß es aus der russischen Machtzentrale. 

14.08 Uhr: Sex-Pistols-Sänger Johnny Rotten verliert vor Gericht: Songs dürfen in TV-Serie verwendet werden

Im Streit um die Nutzung von Songs der Sex Pistols in einer Fernsehserie hat Sänger Johnny Rotten vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Ein Gericht in London gab Gitarrist Steve Jones und Schlagzeuger Paul Cook Recht, die sich mit Rotten stritten. Dabei ging es um die Nutzung von Songs vom einzigen Studioalbum der britischen Punkband - "Never Mind The Bollocks" - für die Fernsehserie "Pistol". Regisseur der Serie ist Danny Boyle, der hinter Welterfolgen wie "Trainspotting" und "Slumdog Millionär" steht. Sie soll im kommenden Jahr erscheinen und basiert auf den 2016 erschienenen Memoiren von Steve Jones. Bandleader Rotten stemmte sich gegen die Nutzung von Musik der 1978 aufgelösten Band, im April hatte er die geplante Serie in einem Zeitungsartikel als das Respektloseste bezeichnet, das er je erlebt habe.

13.36 Uhr: Bundeswehr hat fast 3000 Menschen aus Kabul ausgeflogen

Bei der Evakuierungsaktion der Bundeswehr ist ein weiterer Flieger mit 198 Schutzbedürftigen an Bord aus Kabul im usbekischen Taschkent gelandet. Das teilte die Bundeswehr auf Twitter mit. Fast zeitgleich startete aus Taschkent zudem ein weiterer Militärtransporter des Typs A400M in Richtung Kabul, der neben Lebensmitteln auch Kleidung für die Menschen am Flughafen geladen hatte.

Seit dem Start ihrer Evakuierungsaktion habe die Bundeswehr fast 3000 Menschen aus Kabul ausgeflogen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Darunter waren laut Auswärtigen Amt mehr als 1800 Afghanen. "Wir evakuieren so lange es geht so viele wie möglich aus Afghanistan", hieß es in einem Tweet. Wie viele der evakuierten Afghanen Ortskräfte etwa der Bundeswehr waren, ist unklar. Einige von ihnen könnten auch mit Flugzeugen anderer Länder ausgeflogen worden sein.

12.46 Uhr: Massive Corona-Welle in Französisch-Polynesien - Triage auf Tahiti

Das Coronavirus hat jetzt auch einen der entlegensten Winkel der Erde erreicht: Französisch-Polynesien im Südpazifik wird seit einigen Wochen von einer massiven Infektionswelle überrollt. Auf der größten Insel Tahiti seien die Intensivstationen völlig überlastet, berichtete die französische Zeitung "Le Monde" am Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem französischen Überseegebiet liege mittlerweile bei 2800.

Bis Ende Juli hatte die Inselgruppe täglich nur eine Handvoll Fälle verzeichnet. Dann stieg die Zahl plötzlich aus ungeklärter Ursache sprunghaft an.

Mittlerweile seien in Krankenstationen auf Tahiti Schreibtische in Betten umgewandelt worden. Auch komme es schon zu einer Triage, hieß es. Das bedeutet, dass das Gesundheitspersonal entscheiden muss, welche Patienten behandelt werden. "Dieses Aussortieren ist schrecklich, weil wir uns in Polynesien alle kennen", sagte eine Krankenschwester, die anonym bleiben wollte.

12.30 Uhr: Bundeswehr sammelt Ortskräfte außerhalb des Flughafens in Kabul ein

Wegen der dramatischen Situation am Flughafen Kabul und der teils blockierten Zugänge ist die Bundeswehr nun auch außerhalb des geschützten Airports im Einsatz, um Menschen sicher zu den Evakuierungsflügen zu bringen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei Bild TV, es sei im Moment fast nicht mehr möglich, zum Flughafen zu gelangen. "Deswegen müssen wir sehr viel stärker dazu übergehen, die Leute sozusagen abzuholen. Das tun wir."

12.17 Uhr: Arbeitsgericht untersagt Streik bei Vivantes Kliniken

Das Berliner Arbeitsgericht hat den am Montagmorgen begonnenen Streik von Vivantes-Mitarbeitern vorläufig untersagt. Die Entscheidung gelte zunächst bis zur mündlichen Verhandlung Dienstagmittag, sagte ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Für Vivantes bedeutet die Entscheidung, dass wir ab sofort mit unseren Kliniken für die Berlinerinnen und Berliner wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen", teilte Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personalmanagement bei Vivantes, mit. Unterdessen kamen am Vormittag laut Verdi rund 800 bis 1000 Krankenhausbeschäftigte zu einer Kundgebung vor der Vivantes-Zentrale in Reinickendorf zusammen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte zu einem Streik in den landeseigenen Krankenhäusern Vivantes und Charité aufgerufen. In Krankenhausbetrieben könne ein Streik nur durchgeführt werden, wenn die medizinische Versorgung der Patienten in Notfällen gesichert sei; dies sei bislang nicht gewährleistet, begründet das Gericht seine Entscheidung.

12.13 Uhr: Vertreidigungsministerin: Vemehrt Terrordrohungen in Kabul

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul als sehr angespannt beschrieben und bestätigt, dass es zunehmend Terrordrohungen gebe. "Wir haben unglaublich viele Flüchtlinge in der Stadt, wir haben eine verschlechterte Versorgungslage, wir haben zunehmend auch Drohungen auch von anderen terroristischen Gruppen", sagte die CDU-Politikerin bei Bild TV. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht.

12.10 Uhr: Nach Feuergefecht in Kabul: Verletzte mit Schusswunden in Krankenhaus

Nach dem Feuergefecht am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens sechs Verletzte mit Schusswunden ins Krankenhaus gekommen. Das teilte die Nichtregierungsorganisation Emergency bei Twitter mit, die ein Krankenhaus in Kabul betreibt. Es sei aber keiner der Angeschossenen in Lebensgefahr. Seit Samstag früh seien in dem Krankenhaus 14 Schwerverletzte aufgenommen worden, 26 weitere seien notärztlich behandelt worden.

11.05 Uhr: Taliban-Sprecher: Werden Verlängerung der Evakuierung nicht zustimmen

Die Taliban wollen einer Verlängerung der Evakuierungsmission westlicher Staaten aus Afghanistan nicht zustimmen. Das sagte ein Sprecher der militant-islamistischen Organisation dem britischen Nachrichtensender Sky News. "Würden die USA oder Großbritannien zusätzliche Zeit erbeten, um die Evakuierungen fortzusetzen, wäre die Antwort ein Nein", sagte Suhail Schahin, ein Mitglied der Taliban-Delegation in Doha, der Hauptstadt Katars.

Die für den 31. August festgesetzte Frist sei eine "rote Linie", so der Schahin weiter. Sie zu verschieben, käme einer Verlängerung der militärischen Besatzung seines Landes gleich. Dazu gebe es keinen Grund. Er fügte hinzu: "Es wird Misstrauen schaffen zwischen uns. Wenn sie vorhaben, die Besatzung zu verlängern, wird das eine Reaktion hervorrufen".

10.56 Uhr: Totes Baby in Regensburg: Mutter schweigt zu Prozessbeginn

Zum gewaltsamen Tod ihrer neugeborenen Tochter hat eine junge Frau in Regensburg vor dem Landgericht zunächst keine Angaben gemacht. Die 25-Jährige schwieg zu Prozessbeginn. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord aus niederen Beweggründen vor. Die Leiche des Mädchens war am ersten Weihnachtsfeiertag 2020 in einem Müllcontainer entdeckt worden. Eine Obduktion ergab, dass das Baby lebensfähig war und nicht eines natürlichen Todes starb.

Die Mutter soll dem Säugling kurz nach der Geburt die Luftzufuhr abgeschnitten haben. Danach packte sie das bewusstlose oder tote Kind nach Darstellung der Anklagebehörde in einen Müllbeutel und legte es in die Mülltonne. Todesursache war der Obduktion nach fehlende Luftzufuhr oder Unterkühlung oder eine Kombination aus beidem. Die Mutter wurde in einem Krankenhaus festgenommen.

10.17 Uhr: Johnson will Biden um Verlängerung bei Evakuierungseinsatz bitten

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will sich bei US-Präsident Joe Biden für eine Verlängerung des Evakuierungseinsatzes in Afghanistan über die bisherige Deadline Ende August hinaus einsetzen. Das sagte Verteidigungs-Staatssekretär James Heappey dem Nachrichtensender Sky News. Johnson werde das Thema an diesem Dienstag bei einem Sondergipfel der G7-Staats- und Regierungschefs ansprechen.

Heappey machte auch deutlich, dass eine Fortsetzung des Evakuierungseinsatzes ohne die USA nicht denkbar ist. Das liege nicht nur an den US-Truppen, die den Einsatz sicherten, sondern auch am Betrieb des Flughafens. "Die harte Realität ist, dass es ohne die Unterstützung der USA keine internationale Luftbrücke geben würde." In Großbritannien hatte es Forderungen gegeben, die eigene Evakuierungsmission notfalls auch ohne US-Unterstützung fortzusetzen.

9.40 Uhr: Deutsche Frau beim "Base-Jumping" in Norwegen getötet

Eine Frau aus Deutschland ist beim sogenannten Base-Jumping von einem Berg in Norwegen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde ihr Körper in einer Felsspalte gefunden. Er sollte mit einem Helikopter geborgen werden. Die Polizei konnte keine Angaben zum Herkunftsort der Frau in Deutschland machen.

Der Vorfall ereignete sich am Berg Katthammaren in Eikesdal in der Gemeinde Molde. Die Polizei wurde von einem Freund der Frau alarmiert. Er hatte gesehen, dass sich ihr Fallschirm nicht richtig geöffnet hatte. Der Katthammaren ist bei Base-Jumpern sehr populär, es kam aber schon häufiger zu Unglücken. So starb dort im vorigen Sommer eine Frau aus Schweden.

"Base" steht als Abkürzung für Building, Antenna, Span und Earth, also Gebäude, Antenne, Brücke und Felsen. Das sind die Objekte, von denen die Base-Jumper mit einem Fallschirm abspringen.

9.24: Uhr: Kein Baby-Boom nach erstem Corona-Jahr - Geringes Geburtenplus

Nach dem ersten Corona-Jahr ist die Anzahl der Geburten in Deutschland von Januar bis Mai 2021 nur leicht angewachsen. Mit rund 315.000 Babys stieg die Zahl der neugeborenen Mädchen und Jungen im Vergleich zum Vorjahreszeitung um 1,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Einen deutlichen Anstieg habe es nur im März gegeben mit rund 3700 Babys mehr als im Vorjahresmonat. In den übrigen von der einsetzenden Corona-Pandemie geprägten Monaten sei die Entwicklung unauffällig gewesen.

9.07 Uhr: Spahn plant Streichung von 50er-Inzidenz aus Infektionsschutzgesetz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant die Streichung der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 als zentrales Kriterium im Infektionsschutzgesetz. "Die 50er-Inzidenz im Gesetz hat ausgedient", sagte Spahn im ZDF-"Morgenmagazin". Er forderte, als Orientierung bei der Regelung von Corona-Maßnahmen die Hospitalisierungsrate zu verwenden. 

Spahn sagte, er wolle noch vor der Bundestagswahl einen entsprechenden Vorschlag für eine Gesetzesänderung vorlegen. Am Montagvormittag tagt auch das Corona-Kabinett der Bundesregierung.

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sprach sich bei "Bild TV" ebenfalls für eine schnelle Abkehr von der 50er-Inzidenz aus. "Wir haben gelernt: Die Inzidenz alleine ist nicht mehr aussagekräftig", sagte er. Es sei bekannt, "dass 50 heute nicht mehr das Gleiche ist wie vor einem Jahr, weil so viele Menschen geimpft sind".

9.01 Uhr: Polizei im Saarland befreit Frischling aus Netz von Fußballtor

Polizisten haben im saarländischen Sulzbach einen Frischling aus einem Tornetz befreit. Wie die örtliche Polizei am Sonntagabend mitteilte, hatte sich das wenige Monate junge Wildschwein auf einem Wohngrundstück "aussichtslos im Netz eines Fußballtors verfangen". Es habe sich so "nahezu stranguliert".

Zunächst wurde die restliche Wildschweinrotte vertrieben. Beamte und Anwohner befreiten dann den Frischling mit einem Messer aus dem Netz. Das Jungtier lief zurück zu seiner Rotte, die "das Geschehen aus einem nahegelegenen Waldstück beobachtete". Es sei unverletzt geblieben und habe sich "bester Gesundheit" erfreut, hieß es.

7.45 Uhr: Corona-Inzidenz in NRW bei über 100: Höchster bundesweiter Wert

Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Das Robert Koch-Institut gab sie am Montagmorgen auf seiner Webseite mit 103,3 an. Am Vortag waren es noch 99,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen, vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen. Der Bundesschnitt lag am Montagmorgen bei 56,4 und damit wesentlich niedriger als im bevölkerungsreichsten Bundesland. Den zweithöchsten Wert unter den Bundesländern hat laut RKI Hamburg mit einer Inzidenz von 71,6.

7.38 Uhr: Neuseeland verlängert Corona-Lockdown

In Neuseeland ist der landesweite Lockdown wegen drei Dutzend neuer Corona-Fälle verlängert worden. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern kündigte in der Hauptstadt Wellington an, dass die strengen Auflagen in dem gesamten Pazifikstaat nun mindestens bis Samstag gelten. Zuvor waren 35 neue Fälle bekannt geworden. Die meisten Ansteckungen des derzeitigen Ausbruchs wurden in Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel registriert, der größten Stadt des Landes. Auch die Hauptstadt selbst ist betroffen.

6.45 Uhr: Messe im Lockdown: Hohe Strafen für Gottesdienstbesucher in Sydney

In einem Vorort von Sydney hat die Polizei hohe Geldstrafen gegen die Besucher eines Gottesdienstes verhängt, weil sie durch die Versammlung gegen die geltenden Corona-Maßnahmen verstoßen haben. 30 Gläubige müssten je 1000 australische Dollar (610 Euro) zahlen, zudem sei die Kirche selbst mit einem Bußgeld von 5000 australischen Dollar (3000 Euro) belegt worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Messe sei am Sonntagabend in Blacktown im Westen von Sydney abgehalten worden. Die Polizei habe einen Hinweis auf einen möglichen illegalen Gottesdienst bekommen und dann in der Kirche 60 Erwachsene und Kinder angetroffen. Im Großraum Sydney gilt wegen steigender Viruszahlen seit acht Wochen ein strenger Lockdown, der erst kürzlich bis Ende September verlängert worden war.

6.38 Uhr: Bitcoin kostet erstmals seit Mai wieder mehr als 50.000 US-Dollar

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist am Montag erstmals seit Mai über die Marke von 50.000 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete ein Bitcoin am Handelsplatz Bitstamp 50.299 Dollar und damit gut zwei Prozent mehr als am Vortag. Seit dem Zwischentief Mitte Juli summieren sich die Kursgewinne des sehr stark schwankenden Kryptogeldes mittlerweile auf fast drei Viertel. Dabei hatte in den vergangenen Tagen die Entscheidung der US-Handelsplattform Coinbase, die eigenen Bestände an Kryptowährungen aufzustocken, für zusätzlichen Schwung gesorgt. Bis zum Rekordhoch des Bitcoin von fast 64.900 Dollar aus dem April fehlt allerdings noch ein gutes Stück.

6.26 Uhr: Bahn nach Streikbeginn: Ersatzfahrplan stabil angelaufen

Der Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn ist am Montagmorgen nach Beginn des bundesweiten Lokführerstreiks nach Angaben des Unternehmens stabil angelaufen. "Trotz des verlässlichen Grundangebots kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen", teilte die Bahn in ihrem Presse-Blog mit. Wenn möglich, sollten die Menschen ihre Bahnfahrten auf die Zeit nach dem Streik verschieben.

In der Nacht zum Montag weitete die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren seit Samstagnachmittag dauernden Streik wie geplant vom Güter- auf den Personenverkehr aus. Bis Mittwochfrüh, 2.00 Uhr, müssen sich Millionen Reisende auf massive Einschränkungen vor allem im Fernverkehr einstellen. Die Auswirkungen könnten je nach Region unterschiedlich sein, teilte die Bahn mit. Im Presse-Blog heißt es: "Streikschwerpunkt sind erneut die östlichen Bundesländer."

4.40 Uhr: Mehr als 20 Tote bei schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee

Bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen wurden nach Behördenangaben vom Sonntag (Ortszeit) nach den Unwettern vermisst. In dem Bundesstaat im Süden der USA hatte Starkregen am Samstag Überflutungen ausgelöst. Der Wetterdienst sprach von "historischen" Niederschlagsmengen, örtlich gingen bis zu 43 Zentimeter Regen nieder.

Landstraßen, Highways und Brücken wurden unterspült, tausende Menschen waren ohne Strom. In der Stadt Waverly im Landkreis Humphreys County kamen nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen ums Leben, ein weiteres Todesopfer gab es demnach andernorts in dem Landkreis. Unter den Toten seien mindestens zwei Kleinkinder, sagte Sheriff Chris Davis dem Sender CNN. Sechs weitere Kinder würden vermisst, ebenso wie mehrere Erwachsene.

4.32 Uhr: RKI registriert 3668 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 56,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 56,4 – am Vortag hatte der Wert 54,5 betragen, vor einer Woche 36,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3668 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2126 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 4 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 4 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 871 865 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.702.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.980.

Omikron-Welle: Fast 460.000 Neuinfektionen pro Woche – diese Altersgruppen sind am stärksten betroffen

3.34 Uhr: Bundes-Drogenbeauftragte für Sechs-Gramm-Grenze bei Cannabis

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), plädiert dafür, künftig den Besitz von Cannabis bundesweit bis zu einer Eigenbedarfsgrenze von sechs Gramm als Ordnungswidrigkeit und nicht mehr als Straftat zu verfolgen. Die in Berlin tolerierte Menge von 15 Gramm sei dagegen "eindeutig" zu hoch, sagte Ludwig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dort kifften so viele Jugendliche wie sonst nirgendwo in Deutschland.

Ludwig empfiehlt der Union nach eigenen Worten, nach der Bundestagswahl mit möglichen Koalitionspartnern einen Kompromiss bei Cannabis zu suchen. "Klar ist, dass Cannabis nicht so gefährlich ist wie Kokain oder Heroin. Richtig ist auch, dass es um andere, bessere Sanktionen und um eine Entlastung von Polizei und Justiz gehen muss", betonte sie. Deshalb trete sie dafür ein, den Besitz von kleinen Mengen als Ordnungswidrigkeit zu ahnden und nicht mehr als Straftat. Die Konsumenten sollten wie in Portugal wählen können, ob sie ein Bußgeld zahlen oder sich einer Suchtberatung unterziehen.

3.33: Uhr: Kreiszahl Pi so genau wie nie berechnet - auf 62,8 Billionen Stellen

Schweizer Forscher haben mit 62,8 Billionen Stellen hinter dem Koma die bislang genaueste Berechnung der Kreiszahl Pi vorgelegt. Damit übertrafen sie den bestehenden Rekord um 12,8 Billionen Stellen, wie die Fachhochschule Graubünden mitteilte.

Der Sinn des Projekts liege nicht in der genauen Kenntnis der Ziffernfolge, sondern im Weg, diese Ziffernfolge berechnen zu können, schreiben die Forscher auf ihrer Internetseite. Zur Berechnung wurde Hardware genutzt, die beispielsweise auch bei der RNA-Analyse, bei Strömungssimulationen und Textanalysen gefragt ist.

1.39 Uhr:  Überschwemmungen und Stromausfälle durch Tropensturm "Henri" im Nordosten der USA

Der Tropensturm "Henri" hat im Nordosten der USA Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. Mehr als 100.000 Einwohner in den Bundesstaaten Rhode Island, Connecticut und Massachusetts waren am Sonntag (Ortszeit) ohne Strom, nachdem der Sturm mit schweren Regenfällen und heftigem Wind auf Land getroffen war. Zuvor hatte sich "Henri" über dem Meer vom Hurrikan auf Tropensturmstärke abgeschwächt.

Rhode Islands Gouverneur Dan McKee meldete schwere Überschwemmungen in mehreren Regionen, Bäume wurden entwurzelt. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. In Newark in New Jersey mussten Rettungskräfte 86 Menschen nach einer Sturzflut aus überschwemmten Autos in Sicherheit bringen. In Helmetta weiter südlich wateten Feuerwehrleute durch hüfthohes Wasser, um Menschen aus ihren von Überschwemmung bedrohten Häusern in Sicherheit zu bringen.

Hunderte Flüge von den Flughäfen in New York und Newark wurden wegen des Sturms gestrichen. Präsident Joe Biden wies die Katastrophenschutzbehörde Fema an, die Hilfsarbeiten in den vom Sturm betroffenen Gebieten zu koordinieren. 

0.32 Uhr: Weiterer Bundeswehr-Flug evakuiert 213 Menschen aus Kabul

Bei der Evakuierungsaktion der Bundeswehr ist ein weiterer Flieger mit 213 Schutzbedürftigen an Bord aus Kabul im usbekischen Taschkent gelandet. Das teilte die Bundeswehr in der Nacht auf Twitter mit. Der Militärtransporter des Typs A400M hatte auf dem Hinflug Hilfsgüter zum Flughafen Kabul gebracht.

Zuvor hatte die Bundeswehr seit dem Start ihrer Evakuierungsaktion bereits mehr als 2500 Menschen ausgeflogen. Darunter waren etwa 1850 Afghanen, hieß es am Sonntagabend aus dem Auswärtigen Amt. Zudem wurden demnach mehr als 270 Deutsche und mehrere Hundert Menschen aus anderen Ländern ausgeflogen. Wie viele der evakuierten Afghanen Ortskräfte etwa der Bundeswehr waren, ist unklar. Einige von ihnen könnten auch mit Flugzeugen anderer Länder ausgeflogen worden sein.

kng /dho / fs DPA AFP

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