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An rechte Szene verloren: Pepe der Frosch ist gestorben - Schöpfer erklärt seine Figur für tot

Pepe der Frosch sollte ein Symbol der Liebe und Toleranz sein. Doch sein Erfinder, der US-amerikanische Cartoonist Matt Furie, hat ihn an die rechte Szene verloren. Deshalb hat er seine Comic-Figur nun sterben lassen.

Trump-Unterstützer und Rechtspopulisten auf der ganzen Welt haben Pepe den Frosch für sich instrumentalisiert

Trump-Unterstützer und andere Rechtspopulisten auf der ganzen Welt haben Pepe den Frosch für sich instrumentalisiert

Nach hartnäckigem Missbrauch der von ihm erfundenen Comic-Figur Pepe der Frosch hat US-Cartoonist Matt Furie sein Geschöpf für tot erklärt. In einer Erklärung des Verlagshauses Fantagraphics hieß es, Pepe der Frosch sei von "rassistischen Gruppen" zweckentfremdet worden, die mit der extremen Rechten in Verbindung stünden. Furie veröffentlichte bereits am Samstag eine Zeichnung, auf der Pepe mit geschlossenen Augen in einem Sarg liegt.

Pepe ist in die rechte Szene abgedriftet

Pepe wurde von Furie 2005 erfunden. Fantagraphics betonte, die ursprüngliche Figur sei ein Symbol für "Liebe, Toleranz und schöne Augenblicke (samt Joint-Rauchen)" gewesen. Im Laufe der Zeit wurde Pepe jedoch vor allem von rechtsextremen Kreisen in Anspruch genommen. Der Frosch wurde mit Hitler-Bart oder als Mitglied des Ku-Klux-Klans dargestellt. Dieser Missbrauch steigerte sich noch im Präsidentschaftswahlkampf des vergangenen Jahres. Schließlich setzte die jüdische Anti-Diffamierungs-Liga den Frosch auf ihre Liste der Hass-Symbole.

In Internet-Kommentaren wurden Zweifel laut, ob Pepe der Frosch nach der Entscheidung seines Erfinders endgültig tot sei. So erschienen Pepe-Darstellungen, auf denen der Frosch als "Wiederauferstandener" dargestellt wurde. Viele Twitterer äußern ihre bedenken - und glauben nicht daran, dass sein offizieller Tod Pepe aufhalten kann - "aber vielleicht kommt Furie so etwas zur Ruhe", schreibt eine Nutzerin.

jen / AFP
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