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Tragisches Unglück in Puchheim: Mädchen versteckte sich vor Feuer im Schrank - die Nachbarn hörten ihre Schreie

Im bayerischen Puchheim ist an Silvester ein fünfjähriges Mädchen bei einem Brand ums Leben gekommen. Sein Vater versuchte verzweifelt, das Kind zu retten. Die Ursache des Brandes ist noch unklar.

Feuerwehr Puchheim

Die Flammen loderten aus dem achten Stock des Hochhauses

DPA

An Silvester hat sich im bayerischen Puchheim eine Tragödie ereignet. Ein fünfjähriges Mädchen ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Das Kind hatte sich offenbar aus Angst vor den Flammen in einem Schrank versteckt und konnte dort von der Feuerwehr nur tot geborgen werden. Der Vater des Mädchens war zum Zeitpunkt des Feuers ebenfalls in der Wohnung, wie die Polizei dem stern sagte. Der 47-Jährige habe noch verzweifelt versucht, sein Kind zu retten. Dies gelang ihm aber nicht. Offenbar fand er das Mädchen in dem dichten Rauch nicht und zog sich selbst eine schwere Rauchgasvergiftung zu, ehe er von den Einsatzkräften gerettet wurde.

Die Ursache des Feuers ist auch zwei Tage später noch unklar. Sicher ist nur, dass es in der Wohnung ausgebrochen ist. Im Laufe des Mittwochs und Donnerstag sollen Sachverständige, darunter auch einer des Landeskriminalamtes, den Brandort untersuchen. Die Obduktion des Kindes ist laut Polizei für den Mittwoch geplant.

Brand in Puchheim: Nachbarn hörten Schreie

Die Münchener "Abendzeitung" berichtet unter Berufung auf Nachbarn von weiteren Einzelheiten zu dem tragischen Unglück. So hätten mehrere Bewohner des Hauses die Schreie eines Kindes gehört, aber zunächst nicht realisiert, dass es Schreie um Leben und Tod waren. Ein Augenzeuge habe gesehen, wie der Vater mit rußverschmiertem Gesicht von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht worden sei. Die angerückte Feuerwehr konnte der "Abendzeitung" zufolge zudem einen Hund aus der brennenden Wohnung retten.

Ein Polizeisprecher sagte, der Vater habe inzwischen zwar vernommen werden können. "Das hat uns bei der Klärung der Brandursache aber nicht weitergebracht. Die Kriminalpolizei werde in den kommenden Tagen weiter ermitteln. Weil sich die Flammen rasch in der Wohnung ausgebreitet hätten, sei auch der genaue Brandherd noch unklar.

Mutter: "Der Schmerz ist so unendlich groß"

Die Mutter der Fünfjährigen war nach Angaben des Sprechers nicht zu Hause gewesen, als das Unglück passiert war. Sie sei wenig später zurückgekommen und werde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die "Bild" sprach mit ihr. "Ich habe das Wertvollste, was ich hatte, verloren. Dieser Schmerz ist so unendlich groß", wird die 34-Jährige zitiert. "Ich will nur meine Vanessa zurück, ihr Lachen, ihre strahlenden Augen. Ich will meinen Sonnenschein wieder zurück."

Quellen: Polizei / Bild.de / Abendzeitung.de 

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