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Roskilde Tödliches Unglück auf Rockfestival


Elf Jahre ist das Trauma von Roskilde her: Damals starben neun Besucher im Gedränge des dänischen Rockfestivals. Am Sonntag ist nun wieder eine Frau ums Leben gekommen. Sie stürzte von einer Schwebebahn in die Tiefe.

Tödlicher Unfall am letzten Tag des Rockfestivals im dänischen Roskilde: Eine Frau ist am Sonntag aus 30 Metern Höhe von einer Schwebebahn gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau nach Polizeiangaben berichtete, war die 25-Jährige kurz zuvor über Absperrungen geklettert und dann durch ein Sicherheitsnetz gefallen.

Zum viertägigen Rockfestival westlich von Kopenhagen hatten sich seit Donnerstag 75.000 Besucher versammelt. Bei starkem Unwetter spielten Bands wie Iron Maiden, die Arctic Monkeys, Kings Of Leon, The Strokes, PJ Harvey und Portishead. Wolkenbruchartiger Regen hat nicht nur das Festivalgelände sondern auch Teile des benachbarten Kopenhagen unter Wasser gesetzt.

Im Jahr 2000 kamen neun junge Männer bei einem Konzert der US-Band Pearl Jam ums Leben. Sie wurden unmittelbar vor der Bühne von der nachrückenden Menge erdrückt. In einer Stellungnahme der Band teilten die Musiker ihre Trauer mit den Fans: "Es tut so weh. Ich denke, wir warten alle darauf, dass uns jemand weckt und uns sagt, das alles sei nur ein fürchterlicher Albtraum gewesen." Heute erinnert ein Gedenkstein mit der Aufschrift "How fragile we are" auf dem Festivalgelände an das Unglück.

kmi/DPA DPA

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