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Unfall auf See: Seemann sturzbetrunken - Öl-Frachter kracht auf schottische Küste

Er sollte den Frachter auf Kurs halten, doch der russische Seemann auf der "Lysblink Seaways" hatte einen halben Liter Rum getrunken. In vollem Tempo steuerte das Schiff gegen die Steinküste Schottlands. Ergebnis: Totalschaden und tonnenweise Öl im Meer.

Die "Lysblink Seaways" krachte gegen die Küste von Schottland

Die "Lysblink Seaways" krachte gegen die Küste von Schottland

Die "Lysblink Seaways" war auf dem Weg vom nordirischen Belfast nach Skogn in , als die Reise kurz nach Mitternacht unerwartet ein Ende fand: Ein russischer Seemann sollte den Kurs des Frachters überwachen - der Mann hatte jedoch mehr als einen halben Liter rum intus und war offensichtlich nicht mehr zurechnungsfähig, berichtet "CNN". Die Folge: Das Schiff krachte bei voller Geschwindigkeit auf die steinige Westküste Schottlands.

Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge bereits im Februar, nun veröffentlichte eine britische Behörde den Unfallbericht. Darin heißt es, dass der Seemann 2,71 Promille im Blut hatte. Aus dem Grund habe er den Kurs des Frachters nicht mehr richtig einschätzen können. Zwar galt an Bord ein Alkoholverbot, doch die Ermittlungen ergaben, dass die Seemänner das regelmäßig missachteten.

Alarmsystem des Schiffes war nicht eingeschaltet

So führte das Schiff ein Lager, in dem Bier, Wein und andere Alkoholika gelagert wurden. "Die Aufzeichnungen belegen, dass das Lager regelmäßig aufgefüllt wurde, und leere Wein- und Bierflaschen, die nach dem Vorfall an Bord gefunden wurden, zeigen, dass die Crew eine beachtliche Menge Alkohol konsumiert haben muss", hieß es in dem Bericht.

Der Alkohol soll aber nicht der einzige Grund für den Unfall gewesen sein. Laut Untersuchungsbericht hatte der Mann nur geringe Praxis im Navigieren eines Schiffes. Als er im Einsatz war, sei das Alarmsystem des Frachters, das andere Crewmitglieder auf eine falsche Navigierung hätte aufmerksam machen können, nicht angeschaltet gewesen. Ein angeschaltetes Alarmsystem hätte den Unfall verhindern können, heißt es. 

Am Schiff entstand ein Totalschaden - es musste nach seiner Bergung verschrottet werden, heißt es in dem Bericht. Verletzt wurde laut "CNN" niemand  - doch es liefen infolge des Unfalls rund 25 Tonnen Schiffgasöl ins Meer. Der Seemann wurde gefeuert.

kis
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