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Seilbahnunglück: Gondel stürzte in die Tiefe

Im österreichischen Sölden kamen beim Absturz einer Seilbahngondel neun Menschen ums Leben. Sämtliche Opfer waren Deutsche.

Das tragische Gondelunglück ereignete sich am fünften September an einem Alpengletscher. Ein Transporthubschrauber hatte in den Ötztaler Alpen über einer Seilbahn einen 750 Kilogramm schweren Behälter verloren. Der Behälter traf auf eine Gondel der Seilbahn und riss sie mit in die Tiefe. Alle neun Insassen kamen ums Leben. Das Tragseil der Seilbahn geriet in heftige Schwingungen, so dass Fahrgäste aus zwei anderen Kabinen herausgeschleudert wurden. Die Abgestürzten waren nach Auskunft von Notärzten auf der Stelle tot.

Bei den neun Opfern handelte es sich um sechs Kinder zwischen 12 und 14 Jahren aus dem Schwarzwald und drei Erwachsene aus Bayern. Der Pilot des Unglückshubschraubers erlitt nach der Tragödie einen Schock. Nur eines wusste er "mit Sicherheit" zu sagen: Er habe den Hebel nicht ausgelöst, durch den der 750 Kilogramm schwere Betonbehälter in die Tiefe stürzte. Das wurde später durch ein technisches Gutachten bestätigt. Ursache war ein technischer Defekt.