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Selbstmordattentäter in Stockholm Terroranschlag schockt Schweden

Die schwedische Hauptstadt Stockholm ist offenbar nur knapp einem verheerenden Terroranschlag entgangen. Bei zwei Explosionen starb der mutmaßliche Selbstmordattentäter.

Knapp zwei Wochen vor Weihnachten hat sich ein Selbstmordattentäter am Samstagabend im Zentrum der schwedischen Hauptstadt in die Luft gesprengt. Zeitgleich explodierte ein weiterer Sprengsatz. Der Mann kam bei der Detonation ums Leben, zwei weitere Personen wurden leicht verletzt.

Schwedens Außenminister sprach in der Nacht zum Sonntag von einem versuchten Terroranschlag. Die Polizei wollte auch mehr als zwölf Stunden nach den Explosionen nicht Stellung zu einem terroristischen Hintergrund nehmen.

Polizeisprecher Kjell Lindgren teilte am Sonntagmorgen im Rundfunk mit, einer der beiden Verletzten müsse weiter im Krankenhaus behandelt werden. Es bestehe aber keine Lebensgefahr.

Der Selbstmordattentäter hatte sich am Samstag in die Luft gesprengt. Er war sofort tot. Wenige Minuten zuvor war 200 Meter entfernt ein Auto explodiert. Sowohl bei der Polizei wie bei der Nachrichtenagentur TT gingen kurz vor den Explosionen Drohmails ein. Darin rief ein Mann zum "heiligen Krieg" gegen Schweden auf.

Explosionen in Schweden offenbar islamistischer Anschlag

Die beiden Explosionen am Samstag in der Stockholmer Innenstadt sind offenbar ein Anschlag islamischer Extremisten gewesen. Erst explodierte ein Auto, dann kam kurz darauf bei einer zweiten Detonation ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter ums Leben. Zehn Minuten vor den Explosionen hatte die schwedische Nachrichtenagentur TT eine Warnung erhalten: "Die Zeit zum Handeln ist gekommen", heißt es darin. Die schwedische Polizei wollte einen Zusammenhang zwischen der E-Mail und den Explosionen vorerst nicht bestätigen.

Schauplatz des mutmaßlichen Anschlags war eine belebte Einkaufsstraße. Ein Sanitäter erklärte, in dem explodierten Fahrzeug seien Benzinkanister gewesen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TT nimmt der Autor der E-Mail Bezug auf den Künstler Lars Vilk, der den muslimischen Propheten Mohammed als Hund zeichnete, sowie auf den Einsatz schwedischer Soldaten in Afghanistan. "Jetzt sollen eure Kinder, Töchter und Schwestern sterben so wie unsere Brüder und Schwestern und Kinder sterben", zitierte die Agentur aus dem Text.

tib/DPA/DAPD DPA

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