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Streit um Urheberrecht: US-Gericht spricht Affen Copyright an Selfie ab

Ein Affe knipste mit der Kamera eines Fotografen ein Selfie: Das Bild des Makaken Naruto ging 2014 um die Welt - und löste einen Rechtsstreit um das Urheberrecht aus. Das liege beim Affen, fand Peta. Doch ein Gericht sieht das anders.

Das Selfie des Makaken Naruto ging 2014 um die Welt

Das Selfie des Makaken Naruto ging 2014 um die Welt

Im Streit um das Urheberrecht an einem Affen-Selfie hat der Makake Naruto von der indonesischen Insel Sulawesi vor einem US-Gericht eine Niederlage erlitten. Zwar könnten US-Kongress und -Präsident grundsätzlich den Schutz von Gesetzen auch auf Tiere ausweiten, erklärte Bundesrichter William Orrick in San Francisco. Es gebe aber "keinen Hinweis" darauf, dass dies beim Urheberschutz der Fall sei. Naruto besitze daher kein Copyright an seinen Fotos.

Der britische Fotograf David Slater hatte 2011 eine Serie von Tierbildern auf Sulawesi geschossen. In einem später veröffentlichten Buch fügte er zwei von Naruto aufgenommene Selbstporträts hinzu - die Bilder des grinsenden Affen gingen im vergangenen Jahr um die Welt.

Peta: Affe hat das Copyright

Im September reichte die Tierschutzorganisation Peta im Namen des Affen eine Copyright-Klage ein. Naruto müsse zum "Urheber und Eigentümer seines Fotos" erklärt werden, forderte Peta. Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Copyright, "und da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde".

Fotograf Slater beansprucht Urheberrecht für sich

Slater argumentiert dagegen, er habe das Urheberrecht an den Fotos, weil er das Stativ aufgebaut habe und dann nur für wenige Minuten weggegangen sei - in der Zeit habe der Affe seine Kamera an sich gerissen. Der Fotograf klagte zudem darüber, dass ihn die Verbreitung der Fotos im Internet viel Geld gekostet habe - weil weniger Leute sein Buch gekauft hätten.

    

kis / AFP
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