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Kanada Soldatin verteilte Hasch-Muffins an Kameraden, die mit scharfen Waffen hantierten

Schokomuffins
An einem Muffin-Förmchen wurden Spuren von Cannabis festgestellt (Symbolbild)
© bhofack2 / Getty Images
Während einer Feuerübung soll eine kanadische Soldatin mit Cannabis versetzte Muffins an ihre Kameraden verteilt haben. Ein Militärgericht hat sie schuldig gesprochen – ihr droht nun eine Haftstrafe.

Ein kanadisches Militärgericht hat eine Soldatin für schuldig befunden, vor drei Jahren mit Cannabis gefüllte Muffins an ihre Kameraden verteilt zu haben. Im Juli 2018 bekamen während einer Feuerübung acht andere Soldaten aus ihrer Einheit das Gebäck von der Frau, ohne zu wissen, dass es die verbotene Substanz beinhaltete.

Die Soldatin hatte zwar auf "nicht schuldig" plädiert, das Gericht sah die Vorwürfe jedoch als erwiesen an. Nun droht der Frau eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren wegen unehrenhaften Verhaltens. Ob und wie lange sie tatsächlich in Haft muss, ist noch unklar. Das genaue Strafmaß soll erst im November festgelegt werden.

Soldaten fühlten sich nach Cannabis-Genuss erschöpft und verwirrt

Insgesamt wurden in dem Prozess 16 Zeugen gehört. Laut ihren Aussagen war die Soldatin in ihrer Einheit für die Kantine verantwortlich. Die Muffins soll sie zu Hause gebacken und dann an die anderen Soldaten verteilt haben. Die Soldaten, die von den mit Cannabis versetzten Muffins gegessen hatten, berichteten später, sie hätten sich "betrunken, ängstlich, erschöpft und verwirrt" gefühlt, außerdem hätten sie sich nicht mehr auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Besonders gefährlich war dies, weil die Mitglieder der Einheit während der Übung mit scharfen Waffen hantierten.

Dem Gericht reichten schließlich die positiven Tests der Kameraden und eines Muffin-Förmchens aus, um die Soldatin für schuldig zu befinden. Sie habe schon länger Probleme mit den anderen Mitgliedern ihrer Einheit gehabt, unter anderem weil sie von diesen frauenfeindlich beschimpft worden sei. Die Verteidigung argumentierte hingegen, das Unwohlsein der Soldaten könne auch an der Hitze gelegen haben und dass ein einzelnes Muffin-Förmchen, an dem Spuren von Cannabis festgestellt wurden, nicht für eine Verurteilung ausreiche. Die anderen Förmchen waren nicht mehr aufzufinden gewesen.

Quellen: CTV News / CBC

epp

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