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Stormtrooper bei Pressekonferenz: Wie das Weiße Haus "Star Wars" feiert

Der siebte Teil des Weltraumepos "Star Wars" ist auf gutem Wege, alle Kassenrekorde zu brechen. Sogar im Weißen Haus wurde der Film schon gezeigt - als Sondervorführung. Doch für den Gastauftritt des "Imperiums" im Weißen Haus gab es auch Kritik.

Star Wars im Weißen Haus

Regierungssprecher mit imperialen Sturmtruppen: Im Weißen Haus wurde der neue "Star-Wars"-Film als Sondervorstellung gezeigt.

Die Fortsetzung der Science-Fiction-Reihe "Star Wars" ist ein würdiger Abschluss für das Filmjahr 2015. Das erst kürzlich in die Kinos gekommene Epos um die Jediritter, "die Macht" und "die dunkle Seite", begeistert Kinogänger weltweit - auch weil kaum ein Film eine solch massive Marketingmaschinerie im Rücken hat.

Nun hat der Hype um die Kultfilme auch den Sitz des mächtigsten Mannes der Welt erreicht, das Weiße Haus in Washington. Wie US-Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz ankündigte, hat das Weiße Haus eine Sondervorführung des neuen "Star Wars"-Films für die Angehörigen gefallener Soldaten organisiert. Mit den Worten "dies ist nicht die wichtigste Veranstaltung heute im Weißen Haus" spielte er auf  eben diese Vorstellung an, die gleich nach einer Pressekonferenz begann.

Sci-Fi-Krieger und Regierungssprecher

Er überließ die Bühne seinem Regierungssprecher Josh Earnest, der gemeinsam mit zwei Stormtrooper - den Fußsoldaten des "Galaktischen Imperiums" - ans Rednerpult trat. Die Sci-Fi-Krieger positionierten sich zu Seiten des Regierungssprechers, während der ebenfalls anwesende rollende Roboter R2D2 Probleme hatte, die Stufe zur Bühne zu überwinden.

"Ohoh, R2 scheint etwas festzustecken." Daraufhin bedankte sich Regierungssprecher Earnest bei den Walt-Disney-Studios, die die Sondervorstellung von "Star Wars" für die Veteranen-Familien im Weißen Haus ermöglicht hätten." Disney hatte 2012 das "Star-Wars"-Franchise von seinem Erschaffer George Lucas übernommen.

Vom Auftritt der Stormtrooper mit Vertretern der US-Regierung war jedoch nicht jeder begeistert - schließlich sind die galaktischen Sturmtruppen in Star Wars nicht die Guten, sondern kämpfen für "die dunkle Seite der Macht" und das diktatorische "Imperium". Bei Twitter teilte so mancher Nutzer seinen Unmut über den Auftritt - schließlich sind imperialistische Tendenzen ein immer wiederkehrender Kritikpunkt an der US-Außenpolitik.

US-Präsident Obama zumindest ist bekennender Fan der "Star-Wars"-Filme. Bei einer Ehrung für den "Star-Wars"-Erschaffer George Lucas am amerikanischen Kennedy Centre sagte Obama: "Denkt daran, wie viele Kinder zumindest teilweise von George Lucas großgezogen wurden. Und denkt daran, wie viele junge Menschen auf der Suche nach ihrem Platz im Universum gedacht haben, 'wenn ein Kind von einer Feuchtfarm auf Tatooine zum Retter der Galaxis werden kann', dann kann vielleicht auch ich etwas Besonderes im Leben schaffen." Eines steht zumindest fest: Der "Commander in Chief" kennt die "Star-Wars"-Geschichte offenbar ziemlich gut.

 

amt