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Straubing: Flugzeugabsturz beim Prüfungsflug

Glück im Unglück hatten vier Österreicher: Sie überlebten einen Flugzeugabsturz nahe Straubing. Die zweimotorige Maschine war beim Landeanflug aus bisher ungeklärter Ursache in Kiesweiher neben der Landebahn gestürzt.

Vier Österreicher haben am Freitag einen Flugzeugabsturz nahe Straubing überlebt. Die Maschine war während eines Prüfungsflugs in der Nähe des größten ostbayerischen Flugplatzes Wallmühle von der Landebahn abgekommen und rund 100 Meter entfernt in einen See gestürzt. Zwei der Österreicher wurden schwer verletzt, die beiden anderen kamen mit leichten Blessuren davon. "Die Insassen haben unsägliches Glück im Unglück gehabt", so ein Polizeisprecher.

Flug startete in Bad Vöslau bei Wien

Bevor die sechssitzige Piper-Seneca im See unterging, konnten sich die Männer selbst befreien und ans Ufer schwimmen. An Bord waren der 37 Jahre alte Flugschüler, der 56 Jahre alte Fluglehrer, der 63 Jahre alte Prüfer sowie ein weiterer 35-Jähriger. Das Flugzeug war am Freitagmorgen in Vöslau bei Wien gestartet und dann nach Bayern geflogen.

Der Grund für den Absturz war zunächst unklar. Möglicherweise sollte der Flugschüler einen Durchstartevorgang simulieren. Zeugen berichteten, dass die Maschine eine "harte Landung" gemacht habe und dann verunglückt sei. Erste Hinweise, wonach ein Triebwerk ausgefallen sei, bestätigten sich nicht.

Schwierige Bergung

Das zweimotorige Flugzeug lag in sieben Meter Tiefe auf dem Grund des Sees. Um die Unglücksursache zu klären, wurde ein Experte der Flugunfallstelle nach Straubing gerufen. Die Bergung des Wracks gestaltete sich schwierig, obwohl zahlreiche Hilfskräfte der Feuerwehr, der Wasserwacht, des Technischen Hilfswerks, Spezialtaucher und zwei Hubschrauber im Einsatz waren. Mit Hilfe eines 60 Tonnen schweren Krans und Luftkissen sollte das Flugzeug gehoben werden.

DPA / DPA
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