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Kruger-Nationalpark Elefanten trampeln mutmaßlichen Wilderer in Südafrika zu Tode

Eine Elefantenherde in Bewegung
Bei der Flucht vor Rangern liefen die Männer geradewegs in eine Elefantenherde (Symbolfoto)
© Johan63 / Getty Images
Ein Mann jagte mit zwei Komplizen Nashörner im Kruger-Nationalpark. Bei einem Zusammentreffen mit einer Elefanten-Herde kam er zu Tode.

Ein mutmaßlicher Wilderer ist im berühmten Kruger-Nationalpark in Südafrika von einer Elefantenherde zu Tode getrampelt worden. Der Mann sei mit zwei Komplizen auf der Flucht vor Wildhütern gewesen, erklärte die Parkbehörde SanPark am Montag. Dabei gerieten die drei Männer in eine Elefantenherde, die auf sie losging.

Die drei Wilderer waren mutmaßlich auf der Jagd nach Nashörnern, als sie von Nationalpark-Rangern am Samstag entdeckt wurden. Die Männer flüchteten und liefen geradewegs in die Elefantenherde. Dabei wurde einer von ihnen getötet, wie SanPark-Sprecher Isaac Phaahla der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Großteil der weltweiten Nashorn-Population in Südafrika 

Ein weiterer Mann wurde von den Wildhütern festgenommen, der dritte war zunächst noch auf der Flucht. Berichten zufolge wurde er ebenfalls von den Dickhäutern angegriffen und am Auge verletzt. Die Ranger fanden ein Gewehr und eine Axt, die Polizei leitete eine Untersuchung ein.

Südafrika beheimatet fast 80 Prozent der weltweiten Nashorn-Population. Ehemals als Paradies für Wilderer bekannt, sank die Zahl der getöteten Nashörner in den vergangenen sechs Jahren. Wilderer erschießen trotzdem immer wieder Nashörner und hacken ihre Hörner ab. Diese werden meist nach Asien verkauft, wo sie in der traditionellen Medizin eingesetzt werden.

"Im Kampf ums Überleben unserer Nashörner hatten wir ein erfolgreiches Wochenende"

Bereits am vergangenen Wochenende haben Ranger in dem berühmten Nationalpark insgesamt fünf Wilderer aufgespürt. "Im Kampf ums Überleben unserer Nashörner hatten wir ein erfolgreiches Wochenende", betonte Parkmanager Gareth Coleman am Montag in einer Erklärung. Am Sonntag hatte eine Patrouille zunächst die Fährte von drei Eindringlingen entdeckt und diese zum Teil auch mit Luftunterstützung verfolgt und festgesetzt. Am Vortag wurde die Spur einer Gruppe anderer mutmaßlicher Wilderer aufgenommen. Einer von ihnen war von Elefanten getötet worden, einem zweiten gelang die Flucht.

Elefanten-Ultraschall-Video sorgt für Begeisterung in den sozialen Netzwerken.

Trotz eines internationalen Handelsverbots werden jedes Jahr zehntausende afrikanische Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Nach Angaben der Tierschutzorganisation IUCN gibt es auf dem Kontinent noch schätzungsweise 415.000 Elefanten. Der Kruger-Park ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen Südafrikas und zählt zu den größten Nationalparks Afrikas. Er ist etwa so groß wie das Bundesland Hessen und bekannt für die Vielzahl an wilden Tieren wie Elefanten, Löwen, Nashörner, Leoparden und Büffel.

km AFP

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