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Südafrika: Großwildjäger wird bei der Löwenjagd selbst erschossen

In Südafrika hat ein kroatischer Großwildjäger auf einen Löwen geschossen, als ihn selbst ein tödlicher Schuss traf. Nun ermittelt die Polizei.

Löwe in Südafrika

Einen Löwen hatte Pero Jelinic schon erschossen, bevor ihn selbst der tödliche Schuss traf

Picture Alliance

Der Kroate Pero Jelinic hatte in seinem Leben "schon alles gejagt, was es in Europa zu jagen gibt", sagt Slavko Pernar über seinen Freund. Nun wurde der Großwildjäger bei der Löwenjagd in Südafrika selbst erschossen, wie die britische "Daily Mail" berichtet.

Pero Jelinic war demnach mit Freunden in die Leebosch Lodge an die Grenze von Botswana gefahren, um seine jahrzehntelange Jagdkarriere mit einer Löwentrophäe zu krönen. Eine der majäsetischen Raubkatzen soll er bereis erlegt gehabt haben, als es zu dem tödlichen Schuss kam. Per Helikopter sei Jelinic noch in ein Krankenhaus gebracht worden, doch zu spät. Der 75-Jährige starb laut "Daily Mail".

Tod in Südafrika - die Polizei ermittelt

Laut Polizei ist noch immer nicht geklärt, wer den tödlichen Schuss abgab. Ebenso, ob es ein Unfall war. "Wir ermitteln mit Verdacht auf fahrlässige Tötung", sagte Sabata Mokgwabone von der örtlichen Polizei der "Daily Mail". Es würde außerdem überprüft, ob die Jagdgesellschaft illegal Waffen und Munition besessen hätte, sagte er weiter.

Jelinic war ein passionierter Großwildjäger. Zuhause auf der kroatischen Insel Pag habe der Hotelier eine riesige Sammlung an Jagdtrophäen - von Geweihen bis hin zu Bären - gehabt, berichtet sein Freund. Ein Löwe hätte diese Sammlung noch gekrönt. Daher auch die Reise nach Südafrika. Auf dem Areal der Leebosch Lodge werden die großen Raubkatzen extra in Gefangenschaft gehalten, um Trophäenjägern aus den USA und Europa als Jagdbeute zu dienen. Solche Gelände sind in Südafrika keine Seltenheit. Und stehen zunehmend in Kritik, da die Tiere dort keinerlei Möglichkeiten haben, ihren Jägern zu entkommen.

Großwildjagd in der Kritik

2015 hatte der US-amerikanische Zahnarzt Walter Palmer für Schlagzeilen gesorgt, als er den Löwen "Cecil" in Simbabwe aus dem Hwange-Nationalpark lockte und erschoss. Der 13-jährige Löwe war in seinem Heimatland berühmt. Sein Kadaver wurde außerhalb des Parks, ohne Kopf und Fell gefunden. Nur mittels seines GPS-Halsbandes konnte er identifiziert werden. Die weltweite Empörung darüber war so groß, dass Palmer eine Zeit lang untertauchen musste. Er wurde wegen Wilderei angeklagt.

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tyr