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US-Bundesstaat Texas Dreijähriger erschießt sich auf seiner eigenen Geburtstagsparty

Die Seniorin kam in Haft (Symbolbild)
Trauriger Einsatz für die Polizei in Texas (Symbolbild): Ein Dreijähriger starb auf seiner eigenen Geburtstagsfeier
© Richard Theis / Getty Images
Tragisches Ende einer fröhlichen Geburtstagsfeier: Im US-Bundesstaat Texas hat sich ein drei Jahre alter Junge offenbar versehentlich mit der Waffe eines Familienmitglieds selbst getötet.

Es sollte sein großer Tag werden und endete mit seinem Tod: Ein Kind aus Texas ist gestorben, nachdem es sich während seiner eigenen Geburtstagsfeier offenbar versehentlich selbst in die Brust geschossen hatte, wie das Sheriffbüro des Bezirks Montgomery mitteilte.

Polizeibeamte seien am Samstag um etwa 16.15 Uhr zu einem Haus in der Gemeinde Porter, etwa 25 Meilen nördlich der Millionenmetropole Houston, geschickt worden, um dort einen sogenannten "welfare check", also eine Wohlergehenskontrolle vorzunehmen, erklärte das Sheriffbüro in einer Pressemitteilung. "Welfare checks" werden durchgeführt, wenn besorgte Bürger um die Sicherheit eines geliebten Menschen oder eines Nachbarn fürchten und glauben, die Person könne sich in Lebensgefahr befinden. Als die Beamten bei dem Haus eingetroffen seien, sei ihnen mitgeteilt worden, dass ein drei Jahre alter Junge angeschossen worden sei.

Familienmitglied hatte Waffe offenbar verloren

Nach Angaben der Polizei hatten sich die Familie und Freunde in dem Haus versammelt, um den Geburtstag des Dreijährigen zu feiern. Während sie Karten gespielt hätten, hätten sie plötzlich einen Schuss gehört. Anschließend sei das Geburtstagskind mit einer Schusswunde in der Brust aufgefunden worden. "Das Kind wurde eilig zu einer nächstgelegenen Feuerwehrwache gebracht, wo es seinen Wunden erlag", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Ermittlungen ergaben dem Sheriffbüro zufolge, dass der Dreijährige die Pistole gefunden hatte, nachdem sie einem Familienangehörigen aus der Tasche gefallen war. Die Polizei nannte den Vorfall in ihrer Mittteilung einen "tragischen Unfall" und erklärte: "Unsere Gedanken und Gebete gehen an die Familie und Freunde."

US-Medienberichten zufolge ist unklar, ob wegen des tödlichen Schusses eine Untersuchung eingeleitet werde oder ob das namentlich nicht genannte Familienmitglied, dem die Schusswaffe gehörte, mit juristischen Konsequenzen rechnen müsse.

Nirgendwo auf der Welt besitzen die Menschen so viele Schusswaffen wie in den USA. Laut dem Graduate Institute of International and Development Studies in Genf sind die Vereinigten Staaten weltweit das einzige Land, in dem die Zahl der Waffen im Privatbesitz die der Einwohner übersteigt. Dem Gun Violence Archive zufolge wurden in den USA im Jahr 2019 insgesamt 15.208 Menschen durch Schusswaffen getötet (ohne Suizide).

Quellen: Montgomery County Sheriff's OfficeGraduate Institute of International and Development StudiesStatista

mad

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