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Texas: Mann von eigenen Hunden mit Haut und Haaren aufgefressen

Lange suchte die Polizei nach einem vermissten Mann in Texas - bis sie auf seinem Anwesen eine erschreckende Entdeckung machte.

Ein aggressiver Hund (Symbolbild)

Ein aggressiver Hund (Symbolbild)

Picture Alliance

Erst fanden die Beamten kleine Knochenstücke auf dem einsam gelegenen Grünstück in Texas. Dann entdeckten sie Hundekot, der Haare und Kleidungsüberreste enthielt, und schließlich ein Paar Schuhe. Eine DNA-Untersuchung brachte schließlich Gewissheit: Die Knochen stammten vom vermissten Freddie Mack, 57 Jahre alt. Der Texaner war offensichtlich von seinen 18 Hunden mit Haut und Haaren aufgefressen worden.

"Zuerst konnten wir es gar nicht glauben, weil einfach nichts übrig war“, sagte Sheriff Adam King der "Washington Post“. Es komme zwar durchaus vor, dass Hunde menschliche Überreste essen. Aber den ganzen Körper mit der Kleidung? Das sei sogar für die erfahreneren Ermittler neu gewesen.

Zunächst fanden die Ermittler keine Spur

Die Suche nach Mack begann am 15. Mai, als Familienangehörige ihn als vermisst meldeten. Mack lebte komplett abgeschottet von der Außenwelt in dem Örtchen Venus südlich von Dallas. Alle zwei Wochen holten ihn Angehörige ab und fuhren mit ihm zum Supermarkt. Darüber hinaus hatte er keinen Kontakt zu anderen Menschen. Er hatte nur seine Hunde, 18 Mischlinge, die ihm Gesellschaft leisteten.

Als Familienangehörige Mack im Frühjahr nicht wie üblich zum vereinbarten Termin antrafen, versuchten sie zunächst, auf das Grundstück zu gelangen, aber die hoch aggressiven Hunde hielten sie davon ab. Die Verwandten informierten schließlich die Polizei, die Beamten entdeckten jedoch ebenfalls nicht die geringste Spur des Vermissten auf dem Anwesen. Sogar der Einsatz einer Drohne brachte nichts, von Mack keine Spur. Auch Befragungen unter Verwandten und Nachbarn wie die Überprüfung von Krankenhäusern und Gefängnissen ergaben irgendwelche Erkenntnisse.

Der Durchbruch kam bei einer weiteren Durchsuchung des Grundstücks. Die Polizei hatte die Hunde mittlerweile entfernt. Ein Beamter entdeckte kleine Knochenstücke. Es folgten weitere Knochen, der Hundekot mit Macks Haaren, Kleidungsfetzen, die Mack gehörten, und schließlich seine Schuhe dort, wo sich die Hunde aufhielten.

Eine Amerikanerin wirft eine Plastiktüte – mit sieben Hundewelpen – in eine Mülltonne.

Offen ist, ob Mack bereits tot war

"Das war für uns ein weiterer der Aha-Moment, sagte Sheriff King. In diesem Moment wussten wir Bescheid." Die DNA-Untersuchung bestätigte den grausamen Verdacht: Mack war von den eigenen Hunden gefressen worden. 

Offen ist die Frage, ob der einsame Mann von den Tieren getötet wurde, oder ob er erst verstarb und danach verspeist wurde. Die Möglichkeit besteht, weil Mack ein schwer kranker Mann war. 

Dass Hunde ihre verstorbenen Halter zum Teil auffressen, ist keine Seltenheit. Die "Washington Post“ berichtete von einer Studie, in der 60 Fälle in den vergangenen Jahren untersucht worden seien. Demnach fressen die Tiere in erster Line Nase und Mund, in geringerer Zahl auch Arme und Hände, aber nie einen ganzen Körper komplett. 

Von den Tieren aus Texas wurden 13 getötet, weil sie zu aggressiv waren. Zwei waren schon vorher durch ihre Artgenossen tot gebissen worden. Nur drei Tiere sind noch am Leben. "Sie sind freundlich", sagte Sheriff King.  

Quellen: "Washington Post", "USA Today"

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