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Thailand: Nach Sturzflut: Jugend-Fußballmannschaft seit drei Tagen in Höhle eingesperrt

Bei starken Regenfällen in Thailand wurde eine Fußballmannschaft in einer Höhle eingesperrt. Seit drei Tagen gibt es kein Lebenszeichen der Jugendlichen, während der Wasserstand ansteigt. Die Rettungskräfte suchen, aber der Zugang zur Höhle ist versperrt.

Thailand: Fußballmannschaft in Höhle verschollen

Einsatzkräfte suchen mit Sauerstoffflaschen nach den verschollen Jugendlichen in der überfluteten Tropfsteinhöhle in Thailand

AFP

Seit dem Wochenende ist eine Jugend-Fußballmannschaft
in Thailand in einer Höhle eingeschlossen. In der Region herrscht Regenzeit, eine Sturzflut versperrte den Weg nach draußen, wie die Polizei in der nordthailändischen Provinz Chiang Rai mitteilte.

Hoffnung auf Überlebende

Seit Samstagabend versuchen Retter verzweifelt, die zwölf Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren und ihren 25 Jahre alten Trainer freizubekommen. Sie stammen nach Angaben der Polizei aus verschiedenen Teilen der Provinz. Doch bisher fehlt jedes Lebenszeichen der Gruppe. Die Mutter von einem der Jungen hatte Alarm geschlagen, als ihr Sohn nach dem Fußballtraining am Samstagabend nicht nach Hause gekommen war. 

In der Region waren in den vergangenen Tagen heftige Monsunregen niedergegangen, so dass die Höhle sich schnell mit Wasser gefüllt hatte. Die Rettungsaktion begann am Samstagabend, wurde allerdings Samstagnacht und in der Nacht zu Dienstag ausgesetzt. In dieser Zeit stiegen die Wasserstände in den Höhlenkammern dramatisch an. Daher kommen nun auch Taucher zum Einsatz. Spuren deuteten darauf hin, dass sich die Jungen in der Höhle aufhielten. Die Helfer hätten bislang keinen Kontakt zu ihnen, glaubten aber, dass es noch Hoffnung für die Vermissten gebe. "Wir glauben, dass sie noch am Leben sind", sagte der stellvertretende Provinzgouverneur Passakorn Boonyalak. Es stünden auch Wasserpumpen bereit. Der Rettungseinsatz solle die Nacht über fortgesetzt werden.

Schwierige Rettungsaktion in Thailand

Bei ihrer Rettungsaktion durchsuchten Spezialkräfte die Tham Luang-Khun Nam Nang Non-Höhle. Wie der örtliche Polizeichef sagte, hätten die Rettungskräfte unter anderem Rucksäcke und Fußabdrücke der Jugendlichen in einem vier Kilometer langen Tunnel entdeckt. Am Ende dieser Passage liegt eine große Kammer - die Retter vermuten, dass die Mannschaft dort festsitzt und Luft zum Atmen hat. Die Taucher waren in die Höhle vorgedrungen, die aus mehreren Kammern besteht. "Wir denken, dass sie in dem Teil der Höhle sind, der noch drei Kilometer weit reicht", sagte er. Da das Fußball-Team seit Samstag nichts zu essen bekommen habe, hätten die Taucher Verpflegung dabei. Weil die Strömung stark war und das Hochwasser stieg, konnten Taucher die Vermissten zunächst nicht erreichen. 

Der Gouverneur der Provinz Chaing Rai, Narongsak Osottanakorn, sagte der Nachrichtenagentur AFP, hunderte Einsatzkräfte seien an der Rettungsaktion beteiligt. Sie suchten derzeit nach einem zweiten Eingang in die riesige Höhle. Ein Experte, der die Tham-Luang-Höhle bereits seit Jahren erforscht, erklärte allerdings, es gebe nur den einen Eingang, der derzeit unter Wasser steht.

Gründe für Ausflug bisher noch unbekannt

In Thailand ist derzeit Regensaison. Gerade in Berggebieten kann es dabei zu plötzlichen Überschwemmungen kommen. Chang Rai liegt etwa 1000 Kilometer nördlich von Bangkok an der Grenze zu den Nachbarländern Laos und Myanmar. Die weit verzweigte Höhle ist bei Touristen wenig bekannt, offiziell ist der Zugang nur zu zwei kleinen Abschnitten erlaubt. Warum sie die Höhle aufsuchten, ist derzeit noch nicht klar. Laut seiner Facebook-Seite hielt der Trainer dort bei einem früheren Besuch 2016 eine "besondere Trainings-Einheit" ab.

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ari/sve / DPA / AFP