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Pflegerin getötet: Tausende unterschreiben Petition - Zoo-Tiger Oz darf weiterleben

Ein Tiger in einem neuseeländischen Zoo hat am Wochenende seine Pflegerin getötet. Nun gab der Tierpark bekannt, dass das Tier weiterleben darf. Tausende Menschen hatte zuvor eine Petition gegen dessen Tötung unterschrieben.

Sumatra-Tiger sind akut vom Aussterben bedroht

Der Sumatra-Tiger, eine etwas kleinere Unterart der Tiger, ist akut vom Aussterben bedroht

Trotz seines tödlichen Angriffs auf eine Wärterin soll der Sumatra-Tiger Oz aus dem Zoo im neuseeländischen Hamilton nicht getötet werden. Nach einer Internetkampagne zugunsten von Oz beschloss der Stadtrat am Montag, den Tiger am Leben zu lassen. Oz sei nur seinen "natürlichen Instinkten gefolgt" und stelle somit keine größere Gefahr für Tierpfleger dar, abgesehen von den generellen Risiken bei der Arbeit mit Raubtieren, erklärte der Rat, der auch für die Verwaltung des Zoos zuständig ist.

Das ausgewachsene Tigermännchen hatte am Sonntag die 43-jährige Pflegerin Samantha Kudewah angefallen und getötet. Die Umstände sind noch unklar: Kudewah galt als leidenschaftliche Tierschützerin und als sehr erfahren mit der Aufzucht von Wildkatzen. Nach ihrem Tod sammelten zwei Online-Petitionen tausende Unterschriften für die Rettung des Sumatra-Tigers ein - bis zum Montag waren es fast 20.000. Der Stadtrat wies nun darauf hin, dass Oz für das Zuchtprogramm des Zoos eine wichtige Rolle spiele. Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind Sumatra-Tiger vom Aussterben bedroht.

fin / AFP
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