VG-Wort Pixel

Totes Flüchtlingskind Irakische Familie erhebt schwere Vorwürfe gegen Ailans Vater

Ahmed Hadi Jawwad und seine Frau Zainab waren an Bord jenes Bootes, auf dem der kleine Ailan Kurdi mitfuhr. Jetzt behauptet das Ehepaar, Ailans Vater Abdullah Kurdi hätte das Boot gesteuert.

Das irakische Flüchtlingspaar Ahmed Hadi Jawwad und seine Frau Zainab haben bei einer Überfahrt nach Kos ihre beiden Kinder, die 11-jährige Tochter und den 9-jährigen Sohn, verloren. Es war die selbe Fahrt, auf der Ailan Kurdi ums Leben kam. Das Foto des toten Flüchtlingsjungen wurde zum Sinnbild der Flüchtlingskatastrophe.  Jetzt haben die Jawwads in einem Interview schwere Vorwürfe gegen Abdullah Kurdi, den Vater Ailans erhoben.

Kurdins Aussagen enstprächen nicht der Wahrheit, behauptet Jawwad. Ailans Vater habe vielmehr das Boot gesteuert und im Moment, da eine Welle das Boot erfasste, soviel Gas gegeben, dass es gekentert sei. Amir Haider, ein weiterer Passagier, bestätigte die Aussagen, die Zainab Jawwads Cousine Lara Tahseen in deren Auftrag gegenüber "Network Ten“, einer australischen Rundfunkanstalt in Sydney, tätigte.

Abdullah Kurdi selbst streitet die Vorwürfe ab. Gegenüber der "Daily Mail" sagte Kurdi, er habe überlegt, das Boot zu fahren, sich aber dagegen entschieden. Es handle sich bei den Vorwürfen um Lügen und ihm sei es ein Rätsel: "Ich habe meine Familie verloren. Ich bin völlig am Ende und jetzt will man auch noch meinen Ruf zerstören.“ Frau Jawwad behauptete zudem, der Mann, bei dem sie die Tickets kaufte, hätte ihr versichert, die Überfahrt sei ungefährlich. Auch der Fahrer hätte schließlich seine Familie mit an Bord.

ins

Mehr zum Thema



Newsticker