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Überschwemmungen in Irland: Zwei Menschen sterben bei Sintflut

An nur einem Tag fiel in Irland so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Gleich drei Flüsse traten über die Ufer. Besonders schwer betroffen ist die Hauptstadt Dublin. Die "Sintflut" hat bisher zwei Todesopfer gefordert.

Sintflutartige Regenfälle haben im Osten Irlands zu schweren Überschwemmungen geführt, bei denen mindestens zwei Menschen ums Leben kamen. Am schwersten betroffen war nach Angaben der Behörden vom Dienstag die Hauptstadt Dublin. Dort ist seit Montagabend ein Notfallplan in Kraft.

Laut Wetterdienst fiel am Montag im Osten der Insel so viel Regen wie sonst in einem Monat. Innerhalb kürzester Zeit traten die Flüsse Liffey, Dodder und Camac über ihre Ufer. Dublin, seine Umgebung, aber auch weite Teile der Ostküste standen unter Wasser. Ein 26-jähriger Polizist wurde von den Fluten mitgerissen, als er am Montagabend aus eigener Initiative Autofahrer vor einer Brücke über den Fluss Liffey warnen wollte. Im Keller eines Hauses in Dublin fand die Feuerwehr am Dienstag zudem die Leiche einer Frau.

"Das war eine regelrechte Sintflut", sagte ein Polizeisprecher. Tom Leahy von Dublins Stadtverwaltung sprach im Radiosender RTE von einem "Jahrhundertregen". Hunderte Häuser in Dublin und der Umgebung wurden demnach überschwemmt, die Straßen und auch das größte Einkaufszentrum von Dublin standen unter Wasser. Auf den Straßen herrschte Verkehrschaos, in mehreren Vierteln fiel der Strom aus. Die Stromversorgung des Strafgerichts im Zentrum Dublins wurde so schwer beschädigt, dass alle Prozesse abgesagt werden mussten.

kgi/AFP / AFP
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