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Texas Mutter geht als ihre Tochter verkleidet zur Schule – und lange merkt niemand etwas

Casey Garcia sitzt am Tisch und spricht in die Kamera
In einem YouTube-Video erklärt Casey Garcia den Grund für ihren Selbstversuch
© Casey Garcia / YouTube
Die Amerikanerin Casey Garcia ging als ihre Tochter verkleidet in deren Schule und wurde erst in der siebten Stunde erwischt – und anschließend verhaftet.

Laut eigener Aussage soll es ein Sozialexperiment gewesen sein: Die 30-jährige Casey Garcia aus Texas verkleidete sich als ihre 13 Jahre alte Tochter Julie und verbrachte einen ganzen Schultag in deren Middle School. Erst in der siebten Unterrichtsstunde fiel einer Lehrerin auf, dass Casey Garcia nicht ihre Tochter war und stellte sie zur Rede. Zuvor hatte sich die erwachsene Frau frei in der Schule bewegen, unbemerkt an sämtlichen Unterrichtseinheiten ihrer Tochter teilnehmen und ohne Maske zu Mittag in der Cafeteria der Schule essen können.

Garcia hatte während des Tages sogar mit Lehrer:innen gesprochen und den Schulleiter auf dem Flur begrüßt: Niemandem war dabei aufgefallen, dass sie keine Siebtklässlerin war. "Ich war den ganzen Tag hier, von Angesicht zu Angesicht mit Lehrern," sagt Garcia in einem ihrer YouTube-Videos. "Sehe ich aus wie eine Siebtklässlerin? Nein? Cool. Fantastisch." Anstatt ihrer Person mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sei sie von den Lehrer:innen lediglich immer wieder dazu aufgefordert worden, ihr Handy, mit dem sie ihren Schultag aufzeichnete, wegzupacken.

Für bessere Sicherheitsvorrichtungen an Schulen

Auf ihren Schultag hatte sich Casey Garcia zuvor optisch vorbereitet: Zum einen hatte sie, wie sie in einem ihrer Youtube-Videos berichtet, ihre Haare im Vorfeld dunkler gefärbt, um ihrer Tochter mehr zu ähneln sowie Bräunungsmittel verwendet. Zum anderen trug sie einen gelben Pullover, dessen Kapuze sie die meiste Zeit aufgesetzt hatte sowie eine Corona-Schutzmaske. Eine augenscheinlich funktionierende Tarnung. Sie sei den ganzen Schultag über sehr nervös gewesen, gibt Casey Garcia im Nachhinein zu. Außerdem habe sie dieses Experiment nicht gewagt, um Likes oder Klicks für ihre Inhalte zu erhalten. Vielmehr habe sie auf die Sicherheitsmängel an amerikanischen Schulen hinweisen wollen.

"Ich glaube nicht, dass es jemals so weit hätte kommen dürfen", sagt sie. "Ich sage Ihnen jetzt, dass wir eine bessere Sicherheit an unseren Schulen brauchen – das ist es, was ich versucht habe, zu beweisen." Es habe in der Vergangenheit bereits zu viele Schießereien an Schulen gegeben, die durch ein besseres Sicherheitskonzept hätten vermieden werden können. Dass sie als erwachsene Frau jedoch unbemerkt einen ganzen Tag in der Schule verbringen konnte, unterstreiche nur ihren Punkt, dass es mehr Sicherheitsvorkehrungen, aber in Hinblick auf Schießereien auch Metalldetektoren an Schulen, geben müsse. Auch das Tragen von Rucksäcken in Schulen sei ihrer Meinung nach "keine gute Idee".

Umarmungen nur mit Genehmigung: Mutter macht sich für Selbstbestimmung von Kindern stark

Ihr Selbstversuch nahm für Casey Garcia kein angenehmes Ende: Nachdem sie in der siebten Stunde von einer Lehrerin enttarnt wurde, wurde die Mutter von der Polizei verhaftet. Der Vorwurf: Verdacht auf kriminellen Hausfriedensbruch und die Manipulation von Regierungsunterlagen. Garcia hatte sich mit der Schüler:innen-Identifikationsnummer ihrer Tochter Einlass in deren Schule verschafft. Sie wurde gegen eine Kaution von mehr als 7900 Dollar festgehalten.

Quellen: "New York Post" / YouTube

as

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