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Verschollener Flug MH370: Malaysia dementiert Bericht über Kursänderung

Kommando zurück, wieder einmal: Einen Bericht, wonach der Kurs von Flug MH370 schon vor der Abmeldung der Piloten geändert wurde, hat Malaysia dementiert. Von der Maschine fehlt weiterhin jede Spur.

Malaysische Ermittlungsexperten haben einen US-Medienbericht dementiert, wonach die Kursänderung des verschwundenen Flugzeugs schon vor der Pilotenabmeldung am Boden in den Bordcomputer eingegeben war. Die zeitliche Sequenz sei falsch, sagte Azharuddin Abdul Rahman, Chef der zivilen Luftfahrtbehörde Malaysias, am Mittwoch in Kuala Lumpur vor der Presse.

Der US-Sender NBC hatte unter Berufung auf Ermittler berichtet, die Kursänderung sei im Cockpit programmiert gewesen, bevor Copilot Fariq Abdul Hamid sich um 1.19 Uhr mit "Alright, good night" abgemeldet habe.

Vergangene Woche hatten Medien schon Tage vor der offiziellen Bestätigung berichtet, Militärradar habe die Kehrtwende des Flugzeugs aufgefangen. Das hatten die Malaysier zunächst dementiert. Auch die Information, dass das Flugzeug nach dem letzten Kontakt noch stundenlang weiterflog, erschien Tage vor Bestätigung der Ermittler in der Presse.

Daten von Simulator gelöscht

Unterdessen wurde bekannt, dass vom privaten Flugsimulator des Piloten der verschwundenen Maschine am 3. Februar Daten gelöscht worden. Das sagte der malaysische Polizeichef Khalid Abu Bakar am Mittwoch in Kuala Lumpur. Das Gerät werde weiter untersucht und die Experten versuchten, die gelöschten Informationen wiederherzustellen. Verkehrsminister Hishammuddin Hussein betonte angesichts der Untersuchungen: "Alle Crew-Mitglieder, einschließlich der Piloten, sind unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist."

Die chinesischen Behörden betonten derweil nochmals, sie hätten keine Spur von der verschollenen Maschine entdeckt. Es gebe keinen Hinweis, dass das Flugzeug in den chinesischen Luftraum eingedrungen sei, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hong Lei, am Mittwoch in Peking. "Aber es gibt ein großes Areal. Die Suche läuft noch", ergänzte er. "China hat Satellitendaten auf Anfrage aus Malaysia bereitgestellt", sagte Hong Lei zudem. Weitere Details zu den Daten wollte er nicht mitteilten. China hat ein großes Interesse an der Klärung des MH370-Rätsels, da ein Großteil der Passagiere an Bord des verschollenen Flugzeugs Chinesen waren.

dho/DPA / DPA