Waldbrände Mehr als 30 Großfeuer wüten in Portugal


Angesichts brütender Hitze und Trockenheit ist die Lage in den Waldbrandgebieten Portugals und Spaniens unverändert dramatisch. In der südspanischen Provinz Huelva kamen zwei Menschen ums Leben. Urlauber wurden vorsorglich evakuiert.

Angesichts brütender Hitze und Trockenheit ist die Lage in den Waldbrandgebieten Portugals und Südspaniens unverändert dramatisch. In der südspanischen Provinz Huelva kamen am Dienstagabend zwei Menschen ums Leben. Die Opfer seien in ihrem Auto von den Flammen überrascht worden und qualvoll verbrannt, teilten die Behörden mit. In der Gegend mussten zudem mehrere Dörfer mit rund 600 Einwohnern geräumt werden. Das Feuer sei von einem Anwohner verursacht worden, der Plastikmüll verbrannt habe, meldete der Rundfunk. Etwa 25 Menschen seien mir Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden.

Starke Winde fachen die Feuer an

Im benachbarten Portugal weiteten sich die Waldbrände bedrohlich aus. Rund 2000 Feuerwehrleute und Soldaten kämpften am Dienstag landesweit gegen fast 30 Großfeuer an, die vielerorts bei Rekordtemperaturen von bis zu 44,5 Grad vom starken Wind immer wieder angefacht wurden. Am schlimmsten traf es die Gegend um Monchique an der Algarve-Küste und die Umgebung des Arràbida-Naturparks südöstlich von Lissabon. Dort mussten erneut zahlreiche Urlauber in Sicherheit gebracht und Strände gesperrt werden, teilten die Behörden mit. In vielen Fällen wird Brandstiftung vermutet. Insgesamt brannte es in 14 der 18 Bezirke des Landes.

Unterstützung aus EU-Ländern

Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe bat die portugiesische Regierung die Europäische Union um Hilfe. Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich schickten daraufhin Löschflugzeuge. Hilfsangebote bekam Portugal nach Angaben aus Brüssel auch aus Deutschland, das acht Hubschrauber anbot, sowie aus Großbritannien und Norwegen.


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