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US-Bundesstaat Washington Puma attackiert Radfahrer, dessen Freund will flüchten - und wird letztlich als einziger getötet

Tötet sehr selten Menschen: ein Berglöwe, auch Puma genannt. Hier ein Exemplar im südamerikanischen Chile.
Tötet sehr selten Menschen: ein Berglöwe, auch Puma genannt. Hier ein Exemplar im südamerikanischen Chile.
© Bildagentur-online/Dr. Brehm / Picture Alliance
Bei einem Angriff durch einen Berglöwen ist im US-Bundesstaat Washington ein Radfahrer getötet worden. Ein zweiter konnte sich schwer verletzt retten. Das Verhalten des Tieres ist laut Experten "extrem ungewöhnlich".

Tragischer Zwischenfall im US-Bundesstaat Washington: Zwei Radfahrer sind dort von einem Berglöwen attackiert worden. Einer der beiden Männer überlebte den Angriff nicht, der andere wurde schwer verletzt. Das Büro des Sheriffs im Bezirk King County nahe der Millionenstadt Seattle informierte über die Attacke am Samstag (Ortszeit) auf Twitter.

Es sei der erste tödliche Angriff eines Pumas in dem nordwestlichen Bundesstaat in knapp 100 Jahren gewesen, berichtete die "Seattle Times". Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagvormittag.

Puma wählte zunächst anderes Opfer

US-Medienberichten zufolge bemerkten die beiden Radfahrer zunächst, wie das Tier ihnen auf ihrer Radtour nachstellte und vertrieben es mit lauten Geräuschen und Rufen. Ein Stück weiter hätten sie sich stehend darüber unterhalten, wie angsteinflößend das Ereignis gewesen sei, als der Puma erneut zum Angriff angesetzt habe. Zunächst habe sich das Tier auf einen 31-jährigen Mann gestürzt und diesen schwerverletzt. Sein Freund, 32 Jahre alt, sei daraufhin zu Fuß geflohen, woraufhin der Puma von seinem ersten Opfer abgelassen hätte, um den fliehenden Mann zu verfolgen. Nun sei der 31-Jährige auf sein Fahrrad gestiegen und davongefahren. Er habe noch gesehen, wie der Puma seinen Freund eingeholt, gepackt und verschleppt hätte.  

In rund drei Kilometern Entfernung habe er dann mit seinem Telefon Hilfe gerufen. Die alarmierten Wildhüter hätten anschließend rund 30 Minuten gebraucht, um das zweite Opfer zu finden. Da sei der Mann bereits tot gewesen. Der Puma habe über seiner Beute gestanden, und sei geflüchtet, als die Wildhüter eintrafen. Später hätten sie ihn mithilfe von zwei Fährtenhunden aufgespürt und getötet. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen etwa 50 Kilogramm schweren, drei bis vier Jahre alten männlichen Berglöwen

Experten: Berglöwe verhielt sich sehr ungewöhnlich

Experten der zuständigen Behörde für Fisch und Wildtiere gaben an, das Verhalten des Tieres sei extrem ungewöhnlich. Eine Untersuchung des toten Tieres solle nun Hinweise geben, berichtete der Lokalsender KIRO7.

Die etwa 2100 Berglöwen im Staat Washington stehen dort unter Schutz. Jedes Jahr dürfen etwa 250 abgeschossen werden, erklärte Puma-Experte Rich Beausoleil der "Seattle Times". 

fin mit Agentur DPA

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