Westchinesische Provinz Qinghai 300 Tote und 8000 Verletzte nach Erdbeben

Bei dem schweren Erdbeben in der westchinesischen Provinz Qinghai sind am Mittwoch laut dem staatlichen Fernsehen 300 Menschen ums Leben gekommen und 8.000 verletzt worden.

Bei dem schweren Erdbeben in der westchinesischen Provinz Qinghai sind am Mittwoch laut dem staatlichen Fernsehen 300 Menschen ums Leben gekommen und 8.000 verletzt worden. Zahlreiche Häuser seien eingestürzt, hieß es auf einer Webseite der Regierung. Das Beben ereignete sich in einer Bergregion im Süden Qinghais nahe Tibet und hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) in Golden, Colorado, die Stärke 6,9. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gab die Stärke unter Berufung auf chinesischen Experten mit 7,1 an.

Es folgten mehrere heftige Nachbeben mit Stärken von 5,2 bis 5,8. Des Epizentrum lag laut USGS 380 Kilometer südöstlich der Stadt Golmud in einer Tiefe von zehn Kilometern. In der ländlichen Region leben laut Regierungsangaben zumeist Hirten und Bauern.

Die Rettungsbemühungen werden nach Angaben der chinesischen Behörden durch einen Zusammenbruch des Telefonnetzes im Erdbebengebiet behindert. Die Menschen rannten laut einem Fernsehreporter nach dem Beben am frühen Morgen in Panik aus ihren Häusern. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von paramilitärischen Polizeikräften, die mit Schaufeln im Umkreis eins Hauses gruben, dessen Holzdach eingestürzt ist.

Die Ausrüstung der Helfer sei unzureichend, sagte ein örtlicher Militärsprecher dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Es stünden keine Bagger zur Verfügung, sagte Shi Huajie. "Viele Menschen sind verschüttet, und unsere Soldaten versuchen nur mit menschlicher Kraft, sie zu bergen. Es ist sehr schwer, Menschen nur mit bloßen Händen zu retten."

Wu Yong, ein örtlicher Militärbefehlshaber, sagte, man benötige auch dringen medizinisches Personal, aber die zum Flughafen führenden Straßen seien durch das Beben stark beschädigt worden. Es sei deshalb schwer, Helfer und Ausrüstung in das Katastrophengebiet zu fliegen.

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,9 kamen im Jahr 2008 in der Provinz Sichuan rund 90.000 Menschen ums Leben.

APN APN

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