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Wirbelsturm: "Saomai" verwüstet Ostchina

Der Wirbelsturm "Saomai" hat in Ostchina große Schäden angerichtet. 110 Opfer wurden bis jetzt gemeldet, doch die Zahlen steigen. Es ist der schwerste Taifun seit fünf Jahrzehnten.

Der schwerste Taifun seit fünf Jahrzehnten hat an der ostchinesischen Küste nach ersten unvollständigen Berichten mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Mehrere Dutzend würden vermisst, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Der als Supertaifun in die höchste Kategorie eingestufte Sturm "Saomai" war am Vortag mit mit Windgeschwindigkeiten bis 216 Stundenkilometern und sintflutartigen Regenfällen auf die Küste getroffen und hatte schwere Schäden angerichtet. Die Behörden hatten vorsorglich mehr als 1,3 Millionen Menschen evakuiert.

Zahlen werden noch steigen

Allein in der Provinz Zhejiang wurden laut Xinhua 81 Menschen getötet. Mehr als 1800 Häuser wurden zerstört und mehr als 78.000 beschädigt. Rund 210.000 Menschen litten unter Trinkwassermangel. Etwa 50.000 Menschen seien durch Überschwemmungen oder Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. Fast überall in der Gegend fiel der Strom aus, rund die Hälfte der Telefonleitungen brach zusammen. Der wirtschaftliche Schaden wurde in Zhejiang auf 4,5 Milliarden Yuan (450 Millionen Euro) geschätzt. In der benachbarten Provinz Fujian waren 620.000 Menschen vorsorglich aus ihren Häusern gebracht worden. Dort war zunächst von lediglich 2 Toten und 12 Vermissten die Rede.

Es wird erwartet, dass die Zahlen im Laufe des Tages noch steigen werden, wenn die Behörden einen besseren Überblick über die Schäden und Opfer bekommen. Xinhua berichtete unter Berufung auf Wetterforscher in Zhejiang, "Saomai" sei der schwerste Taifun seit der Gründung der Volksrepublik 1949. Er ist bereist der achte starke Sturm in China in diesem Jahr und der dritte binnen weniger Tage in Ostasien. Im Juli hatte der Tropensturm "Bilis" mehr als 600 Menschen das Leben gekostet. Die Meteorologen erwarten in diesem Jahr eine besonders schwere Taifun-Saison.

AP/DPA/Reuters / AP / DPA / Reuters
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