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Großspender Wolfsburger rätseln über Wohltäter: Wer spendete dem Hospiz 100.000 Euro auf einen Schlag?

Ein anonymer Spender überlässt dem Hospiz in Wolfsburg 100.000 Euro
Ein anonymer Spender überlässt dem Hospiz in Wolfsburg 100.000 Euro (Symbolbild)
© Hans Ringhofer / Picture Alliance
Fünf dicke Bündel, verbunden mit einer einfachen Bitte: Ein Mann hat in Wolfsburg dem Hospiz 100.000 Euro geschenkt. Doch er will anonym bleiben. Nun rätselt die Stadt, ob er schon früher durch Großspenden auffiel.

Die Redakteure der "Wolfsburger Nachrichten" dürften bei diesem Anblick nicht schlecht gestaunt haben: Ein Mann marschierte mit fünf dicken Geldbündeln in die Redaktion. Er wollte mit seinen 100.000 Euro die Eröffnung eines zweiten Hospizhauses in der Stadt unterstützen, sagte er beiläufig und verschwand. Er wolle aber anonym bleiben.

Überhaupt scheinen die "Wolfsburger Nachrichten" eine beliebte Anlaufstelle für edle Spender zu sein. Bereits im Dezember übergab ein Unbekannter dort 50.000 Euro für das Hospiz. "Der Spender war schon früher bei uns. Wir können keine Angaben darüber machen, wie oft", sagt Lokalredakteurin Stephanie Giesecke.

In einem Begleitschreiben zur aktuellen Spende versichert der Wohltäter, dass die Spenden aus versteuertem Einkommen stammen. "Der Betrag ist nicht zweckgebunden und kann, falls sich das Vorhaben nicht verwirklichen lässt, auch anderweitig verwendet werden", zitierte ihn die Zeitung.

Bereits 2011 verteilte jemand Umschläge mit 500 Euro Scheinen

"Wir sind total platt", sagte der Geschäftsführer des Hospizvereins, Lucas Weiß nach Übergabe der Spende. "100 000 Euro in bar - das gab es noch nie", freute er sich. "Wir empfinden das auch als große Wertschätzung unserer Arbeit", sagte er. Auch der Verein wisse nicht, um wen es sich bei dem Wohltäter handele. "Wir sind dem Spender unendlich dankbar und möchten uns alle auf diesem Wege bei ihm bedanken."

Die Gaben erinnern an eine Serie von Spenden, die als sogenanntes Wunder von Braunschweig auch international für Schlagzeilen sorgte. Dabei hatte ein unbekannter Wohltäter von 2011 an einige Jahre Umschläge mit 500-Euro-Scheinen für soziale Zwecke verteilt. Meist lag ein Zeitungsartikel bei, der auf den Verwendungszweck hinwies.

sos DPA

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