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Niedlich aber gefährlich: Wombat greift Frau an - "Ich dachte, ich würde sterben"

Eigentlich wollte die Australierin Kerry Evans nur mit ihren Hunden Gassi gehen, als sie Opfer eines Wombat-Angriffs wurde. Man könnte glauben, dass so ein niedliches Tier niemanden schaden kann, doch die Krallen der Beuteltiere sind gefährlich.

Wombat in Menschenhänden

So süß er auch aussieht: So ein Wombat kann auch ganz schön gefährlich werden (Symbolfoto)

Kerry Evans aus der australischen Hauptstadt Canberra wird diese Attacke wohl nicht so schnell vergessen: Als die Frau gerade in einem Vorort der Metropole mit ihren beiden Hunden Gassi ging, stieß sie auf einen Wombat, der gerade das Gras in einem Vorgarten fraß. Doch schnell wurde das putzig anmutende Beuteltier brandgefährlich: Ohne zu zögern lief der Wombat auf ihre Hunde los, wie Evans der australischen Zeitung "Canberra Times" schilderte. Demnach gerieten die Hunde durch den Angriff des stattlichen Beuteltiers so in Panik, dass Evans sich in deren Leinen verhedderte und stürzte - der Wombat kam näher.

"Ich lag schreiend auf dem Boden und rief nach Hilfe, ich kam einfach nicht von ihm weg, jedes Mal, wenn ich aufstand, griff er mich an, biss mich und warf mich zurück zu Boden", schilderte Evans ihre Begegnung mit dem Wombat der "Canberra Times". Für die Frau aus Canberra war die Attacke ein traumatische Erlebnis: "Ich dachte echt, ich würde da liegen und sterben, weil ich einfach nicht wusste, wie ich von dem Wombat wegkommen sollte, er griff immer weiter an", so Evans.

Mehrere offene Wunden durch Krallen

Doch Passanten eilten Evans zur Hilfe. Eine Frau rief ihr zu, sie solle ihre Hunde loslassen, schildert Evans. Doch sie habe Angst gehabt, sie könnten davonlaufen. Zwei Frauen nahmen ihr die Tiere ab und entfernten sich zügig - "sie hatten selbst Angst, angegriffen zu werden", sagte Evans. Schließlich gelang es ihr doch, aufzustehen und wegzulaufen - der Wombat verschwand so plötzlich wie er aufgetaucht war. Evans ist überzeugt, dass die Passanten ihr Leben gerettet haben. Sie wurde mit Biss- und Schnittverletzungen in Krankenhaus eingeliefert, von denen einige genäht werden mussten. Wombats verfügen über große, scharfe, sichelförmige Krallen.

Das Verhalten des australischen Beuteltiers erscheint zwar ungewöhnlich, da es nur sehr wenige Berichte über Wombat-Angriffe auf Menschen gibt. Doch sind die Tiere auch bekannt dafür, bei Attacken auf Artgenossen hartnäckig zu sein und immer weiter anzugreifen. Das Tier, das Evans angriff, konnte bislang nicht aufgespürt werden, wie Park-Ranger der "Canberra Times" bestätigten. "Es ist wahrscheinlich, dass sich der Wombat durch die Hunde bedroht fühlte", sagte ein Naturschützer der Zeitung. Evans hat aus ihrer Gassirunde gelernt und empfiehlt: "Wenn ihr einen Wombat seht: Dreht euch besser um und geht in die andere Richtung."

amt
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?