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Wetter: Schneechaos führt zu Hunderten von Unfällen

Massiver Schneefall und Eisglätte haben vor allem in Süddeutschland in der Nacht für ein Verkehrschaos gesorgt. Bei Hunderten von Unfällen mindestens ein Mensch getötet, mindestens 29 Menschen wurden verletzt.

Massiver Schneefall und Eisglätte haben in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg in der Nacht und den frühen Morgenstunden für ein Verkehrschaos gesorgt. Nach Polizeiangaben wurde bei Hunderten von Unfällen mindestens ein Mensch getötet, mindestens 29 Menschen wurden verletzt. Die meisten Unfälle liefen mit Blechschäden jedoch glimpflich ab. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Die Streu- und Räumfahrzeuge waren ununterbrochen mit schwerem Gerät im Einsatz, kamen aber auf Grund der widrigen Bedingungen und der Staus nur langsam voran.

In Bayern kam es zu rund 190 Unfällen mit mindestens 50 Verletzten. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Am schlimmsten war offenbar das Münchner Umland betroffen, allein im Bereich der Polizeidirektion Fürstenfeldbruck krachte es 54 Mal. Die Autobahn A 93 wurde nahe der Grenze zu Österreich wegen quer stehender Lkw kurzzeitig gesperrt.

Autobahnen mit Eisschicht überzogen

Wegen einer dicken Eisschicht musste die A 2 Dortmund-Hannover zwischen dem Autobahnabschnitt Bad Oeynhausen und Bad Eilsen bis 3.00 Uhr in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. In Baden-Württemberg war besonders der Norden betroffen. Auf den Autobahnen A 8 und A 96 ging teilweise gar nichts mehr, allein auf der A 8 Stuttgart-München staute sich der Verkehr auf mehr als 20 Kilometer. Bei zahllosen Unfällen entstand ein Sachschaden von rund 650.000 Euro.

Auf der A 7 Würzburg-Kassel war der Verkehr zwischen Kassel und Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis) in beiden Richtungen zum Erliegen gekommen, da sich zahlreiche Lastwagen quer gestellt hatten. In Richtung Norden wurde die Sperrung gegen 3.00 Uhr aufgehoben. Autofahrer Richtung Frankfurt war dies für etwa 6.30 Uhr geplant.

LKW stellen sich quer

In Thüringen wurde ebenfalls vor allem Lastwagenverkehr behindert. Wegen zum Teil fehlender Winterausrüstung und starkem Neuschnee stellten sich viele Lastwagen quer. Besonders in den oberen Lagen des Thüringer Berglandes muss mit massiven Einschränkungen gerechnet werden.