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Regenwald in Ghana Dieses Bild ist eine Sensation: Forschern gelingt erstes Foto eines Bindenuhus in freier Wildbahn

Bindenuhu
Das erste Foto eines Bindenuhus in freier Wildbahn
© Rob Williams / Twitter
1872 wurde der Bindenuhu, eine Eulenart in Afrika, entdeckt. Doch noch nie wurde ein Exemplar in freier Wildbahn fotografiert – bis jetzt britischen Forschern ein Bild gelang.

Das Bild ist eine Sensation: Zum ersten Mal ist es Biologen gelungen, einen Bindenuhu in freier Wildbahn zu fotografieren. Die Art gilt als ausgesprochen selten und kommt nur in West- und Zentralafrika vor. Die Tiere gehören zu den größten Eulenarten auf der Welt und wurden 1872 entdeckt. Doch einen Fotobeweis aus dem natürlichen Lebensraum gab es nicht – bis jetzt.

Die britischen Biologen Rob Williams und Joseph Tobias haben in Ghana ein Exemplar der Spezies ausfindig gemacht und ein Foto von ihm aufzunehmen. Das Bild veröffentlichten sie auf Twitter. Bindenuhus sind extrem selten und vom Aussterben bedroht. Forscher betrachten das Foto deshalb als "sensationelle Entdeckung", berichtet der englische "Independent".

Erstes Foto eines Bindenuhus: Groß wie ein Adler

Williams und Tobias waren selbst völlig überrascht von ihrem Fund. Auf den ersten Blick hätten sie das Tier für einen Adler gehalten, weil es so groß gewesen sei, erklärte Joseph Tobias, Biologe am Imperial College in London. "Glücklicherweise hockte der Uhu auf einem niedrigen Ast, und als wir durch unsere Ferngläser schauten, fiel uns die Kinnlade herunter", sagte Tobias. "Es gibt keine andere Eulenart in Afrikas Regenwäldern, die so groß ist."

Vertrocknetes Laub

Bisher existierten nur Zeichnungen von Bindenuhus sowie Fotos von Tieren, die in Zoos leben. Das Foto in freier Wildbahn gilt deshalb als großer Durchbruch. Da die Uhus kaum aufzufinden sind, gibt es nur sehr grobe Schätzungen darüber, wie viele Exemplare dieser Art überhaupt existieren. Wissenschaftler gehen von etwa 1500-7000 Bindenuhus in freier Wildbahn aus. Biologe Joseph Tobias hofft, dass das Foto dazu beiträgt, mehr Aufmerksamkeit auf den Schutz des Lebensraums der Tiere – den afrikanischen Regenwald – zu lenken.

Quellen: Rob Williams auf Twitter"Independent" / "Birdlife"

epp

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