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Doodle für Maria Gaetana Agnesi Im Dienste der Mathematik und der Schwachen


Sie wählte das Gutmenschentum über eine Karriere in der Wissenschaft und kam trotzdem in die Geschichtsbücher: Google feiert den 296. Geburtstag von Maria Gaetana Agnesi mit einem Doodle.

Ein Schriftzug aus Winkeln, Kreisen, Punkten sowie Hilfslinien, die eine perfekte Kurve ermöglichen - und in der Mitte das Portrait einer Frau, die mit ihren Augen dem Kurvenverlauf folgt: Mit diesem animierten Doodle feiert der Internetriese Google den 296. Geburtstag von Mathematikerin und Philantropin Maria Gaetana Agnesi.

Agnesi zeichnete sich durch ihre Arbeit in der differentialen und integralen Mathematik aus und brachte Algebra und Analysis zusammen. 1748 veröffentlichte die Mathematikerin das Werk “Instituzioni analitiche” (Grundlagen der Analysis) und die Versiera der Agnesi, eine algebraische Kurve, deren Berechnung mit Hilfspunkten und Kreisen das Doodle nachstellt.

Maria Gaetana Agnesi war die älteste von 21 Geschwistern in einer reichen Kaufmannsfamilie. Ihr größter Förderer war ihr Vater, der die mathematische Begabung seiner Tochter mit einer guten Ausbildung förderte. Agnesi strebte trotz des Erfolgs ihres Werkes und des Rufs als Professorin an die Universität von Bologna durch den Papst einen anderen Weg an.

Ein Haus für Obdachlose

Als ihr Vater starb, widmete sich Agnesi vermehrt karitativen Aufgaben und ihrem Glauben - und gab die Wissenschaft schließlich ganz auf. Schon als 21-Jährige wollte sie ins Kloster, doch der Vater war dagegen.

Sie begann mit dem Studium der Katholischen Theologie und kümmerte sich um Bedürftige. Agnesi mietete ein Haus, in dem Obdachlose Unterschlupf fanden und übernahm 1771 ein Altersheim für Frauen. Fast 30 Jahre lang leitete sie diese Einrichtung, die in ihrem Todesjahr 1799 450 Bewohnerinnen beherbergte. Maria Gaetana Agnesi starb in ihrer Geburtsstadt Mailand.

Andra Wöllert

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