Reform der EU-Chemikalienverordnung Expertin zum möglichen EU-Verbot von Chemikalien: "Vermutlich bekommt Ursula von der Leyen viel Druck von der Industrie"

Antihaftbeschichtungen machen Pfannen schön praktisch. Bei ihrer Herstellung und Entsorgen werden jedoch gefährliche Substanzen freigesetzt. Pfannen aus Gusseisen oder Edelstahl sind eine bessere Alternative.
Antihaftbeschichtungen machen Pfannen schön praktisch. Bei ihrer Herstellung und Entsorgen werden jedoch gefährliche Substanzen freigesetzt. Pfannen aus Gusseisen oder Edelstahl sind eine bessere Alternative.
© imago
Durch die Nahrungskette oder belastetes Trinkwasser landen gefährliche Stoffe, die zuvor in Alltagsgegenständen verarbeitet wurden, in unseren Körper. Chemikerin Ninja Reineke erklärt, wie eine Reform der EU-Chemikalienverordnung das künftig verhindern soll – und wie groß der Widerstand durch die Industrie ist.

Die EU-Kommission wird am 18. Oktober ihr Arbeitsprogramm für das kommende Jahr vorlegen – und muss bis dahin entscheiden, ob sie die bisherige Fassung der Chemikalienverordnung Reach überarbeiten wird. Darin sollen künftig gesundheitsschädliche Stoffe nicht mehr einzeln überprüft und aus dem Verkehr gezogen werden, sondern ganze Klassen von Stoffen verboten werden. Die chemische Industrie möchte dies möglichst verhindern und hat massiv gegen eine solche Neuordnung interveniert. Die Umweltchemikerin Ninja Reineke von der Organisation Chem Trust erläutert, was ein weiter so in der Chemikalienpolitik bedeuten würde.

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